LUXEMBURG
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Das in Luxemburg in gemeinsamen Anlagen in Wertpapieren

Dem Luxemburger Fondssektor geht es sehr gut. Ende Mai betrug laut Finanzaufsicht „Commission de Surveillance du Secteur Financier“ (CSSF) das von den „organismes de placement collectif“ (OPC) oder „Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“, Investmentgesellschaften für Investitionen in Risikokapital (Société d’investissement en capital à risque - SICAR) und Spezialfonds (FIS) verwaltete Nettovermögen 4.271,025 Milliarden Euro. Damit ist es um rund 43,493 Milliarden Euro im Vergleich zum April 2018 gestiegen, was einem Anstieg von 1,03 Prozent entspricht. Im Vergleich mit dem Vorjahreswert stieg das Nettovermögen sogar um 7,95 Prozent an. Luxemburg ist nach den USA das zweitgrößte Investmentfondszentrum der Welt. Die Zahl der OPC blieb mit 3.991 im Vergleich zu 3.990 im Vormonat quasi gleich. Davon haben 2.582 eine Struktur mit mehreren Bereichen und insgesamt 13.354 Klassen. Dazu kommen 1.409 Einheiten mit einer klassischen Struktur, so dass 14.763 Rechtseinheiten am Platz aktiv sind.

Ökonomische Einflüsse

Die CSSF verwies auf einige Besonderheiten im Monat Mai. So stieg in den Industrieländern der Anteil der OPC leicht an - trotz politischer Risiken innerhalb der Eurozone. Dies erklärt sich laut den Finanzaufsehern mit besseren Unternehmenskennzahlen, stabilen Wirtschaftsfaktoren und der Aufwertung des Dollars gegenüber dem Euro. Selbst der Wertverlust japanischer Papiere aufgrund der schlechten makroökonomischen Zahlen wurde durch den Wertgewinn des Yen gegenüber dem Euro wettgemacht. In Europa sorgte die langsame Rückkehr der Europäischen Zentralbank zu einer vernünftigen Geldpolitik sowie die politischen Unsicherheiten in Italien für höhere Erträge, dies jedoch in Abhängigkeit vom jeweiligen Land. In den USA hingegen stieg der Wertzuwachs der OPC im Mai durch gesteigerte Inflationserwartungen und anziehende Rohölpreise. Das drückte auf die Kurse der OPC, wurde jedoch durch den Wechselkurs mehr als ausgeglichen.