LUXEMBURG
SOPHIA SCHÜLKE

„Brasserie de Luxembourg“ vertreibt ihre Biersorten bald mit neuem Logo

Moderner soll es aussehen, aber der Inhalt bleibt der gleiche: Die „Brasserie de Luxembourg Mousel-Diekirch SA“ vertreibt die Sorten ihres Diekirch-Bieres bald unter einem neuen Logo. „Uns ist aufgefallen, dass das alte Logo weniger dem Zeitgeist entspricht“, erklärt Gilles Nackaerts, Generaldirektor der „Brasserie de Luxembourg“ bei der gestrigen Vorstellung. Denn um zu bestehen, müsse sich eine Marke verändern, so der Kanon der Marketing-Branche. Die letzte Veränderung des Logos nahm man 2010 vor. Und so begannen die kreativen Köpfe der Firma Anfang des vergangenen Jahres sich Gedanken um ein neues Logo zu machen.

Alte Krisen und neue Brauerei

„Das neue Logo ist super“, erklärt Landeschef Nackaerts und fügt an, „es bezieht die Geschichte der Brasserie ein und verkörpert die Identität des multikulturellen Luxemburgs.“ De facto sieht das neue Logo so aus: Der rote Löwe schaut nun nach links und nicht mehr nach rechts, unter ihm sind die Umrisse des Großherzogtums zu erkennen, der „Diekirch“-Namenszug ist schnörkellos und das goldene i-Tüpfelchen soll die Lage der Braustätte im Land andeuten.

Landeschef Nackaerts steht der Brasserie seit dem 1. Juni dieses Jahres vor, nachdem er sechs Jahren für den Konzern AB-InBev Belgien gearbeitet hat. Die traditionsreiche und 1871 begründete Brauerei aus Luxemburg gehört seit 2005 zu dem belgischen Konzern. Zwischen 2010 und 2012 sah es düster aus für das Bier aus Diekirch: Die „Brasserie de Luxembourg“ wollte die Diekircher Brauerei wegen Absatzrückgängen, Überkapazitäten und verändertem Verbraucherverhalten schließen und die Produktion nach Belgien verlagern. Doch nun steht stattdessen am 15. November die Eröffnung der neuen Brauerei in Diekirch an, an die 200.000 Hektoliter können hier pro Jahr gebraut werden. Rund 25 Millionen Euro soll die neue Produktionsstätte gekostet haben. Ab Januar wird dann nur noch in der neuen Brauerei gebraut, im Zeitraum zwischen Eröffnung der neuen Stätte und dem Jahreswechsel wird an beiden Standorten produziert.

Das neue Logo wird ab den kommenden Wochen sukzessive eingeführt, zuerst auf dem „Premium Diekirch“. Zudem werden in allen Medienarten Spots geschaltet.