LUXEMBURG
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Schutz vor Diebstahl im Hotel: Zimmernummer ist eine Art zweiter Identität

Ferienzeit ist Einbruchszeit - das gilt auch im Urlaub im Hotel. Diebstahl aus dem Zimmer ist zwar selten, kommt aber immer wieder vor... Im Urlaub ist das Hotelzimmer der Ort, an dem man seine persönlichen Dinge aufbewahrt.

Es fühlt sich an wie ein Zuhause auf Zeit - und leider ist auch dort Diebstahl möglich. Geld weg, Schmuck weg, Kamera weg: Das vermiest die Reise gründlich. Mit ein paar Tipps und der richtigen Verhaltensweise können Urlauber das Risiko eines Diebstahls jedoch deutlich minimieren.

Der Safe ist mehr als Dekoration

Wenn es im Zimmer einen Safe gibt, sollte man diesen grundsätzlich nutzen. Dazu rät zum Beispiel die Hotelkette Best Western. Das setzt jedoch voraus, dass der Gast die Funktionsweise des Safes kennt und beherrscht. Bei Problemen sollte er das Personal ansprechen. Den Code legt man individuell fest. Die Zimmernummer sollte es nicht sein.

In vielen Zimmern ist der Safe allerdings sehr klein. Größere Gegenstände von relevantem Wert sollten daher im Zimmer möglichst versteckt werden, etwa im Koffer oder Kleiderschrank. Denn Diebe haben oft nicht viel Zeit. Wenn sie auf den ersten Blick nichts entdecken, verliert das Zimmer an Attraktivität. Besonders wertvolle Gegenstände kann man auf Nachfrage auch im Tresor an der Rezeption aufbewahren lassen.

„Bitte nicht stören!“ schreckt nicht ab

In den meisten Hotels kann der Gast mit einem Schild an der Tür das Personal darauf hinweisen, dass er nicht gestört werden möchte.

Diebe schreckt der Hinweis aber nicht unbedingt ab. Sie klopfen einfach an der Zimmertür. Rührt sich nichts, ist das Zimmer wahrscheinlich leer. Schaden kann es aber nicht, dass Bitte-nicht-stören-Schild von außen an die Tür zu hängen. Allerdings kann es dann sein, dass das Hotelpersonal das Zimmer nicht reinigt.

Risikofaktoren: Balkone, Fenster, Entfernung vom Aufzug

In Wohnhäusern gilt: Das Erdgeschoss ist besonders anfällig für Einbrüche. Diebe können sich durch ebenerdige Fenster und Türen leichter Zugang verschaffen. Das gilt in Hotels erst einmal auch. Daher sollten Fenster und Balkontüren beim Verlassen des Zimmers stets geschlossen bleiben. Auch gekippte Fenster und Türen im Erdgeschoss können Dieben helfen.

Diebe gelangen jedoch nicht unbedingt vom Außenbereich ins Zimmer. Hotels sind meist so aufgebaut, dass die Zimmer durch lange Flure zugänglich sind. In der Mitte befindet sich der Aufzug. Diebe haben es immer dann leicht, wenn die Gefahr entdeckt zu werden, gering ist. Zimmer, die in verwinkelten Ecken oder am hinteren Ende des Flures liegen, sind daher anfälliger für Aufbrüche.

Ob beim Frühstück, im Spa-Bereich oder abends an der Bar: Das Personal fragt immer nach der Zimmernummer. Wenn ein Dieb diese kennt und dann auch noch den dazugehörigen Namen des Gastes, ist der Grundstein für einen möglichen Diebstahl gelegt. So sollte man sich darüber im Klaren sein, wem genau man die Zimmernummer mitteilt. Könnte es ein Fremder sein, oder macht er einen professionellen Eindruck und ist einem schon öfter über den Weg gelaufen? Generell ratsam ist es daher, mit der Zimmernummer stets diskret umzugehen.