LUXEMBURG
KIM GREIS

„White Day: A Labyrinth Named School“: Survival Horror aus 2001 aufgemotzt

White Day: A Labyrinth Named School“ ist ein Survival-Horror-Spiel, das von ROI Games entwickelt wurde. Es ist ein Remake des gleichnamigen PC-Spiels, das 2001 ausschließlich in Südkorea erschienen ist. Das Remake erschien bereits 2015 für Smartphones. Ob „White Day“ dem Genre gerecht wird, werdet ihr in der Folge erfahren.

Zu Beginn ist die Stimmung noch ganz harmonisch, der Schwarm des Protagonisten lässt sein Tagebuch liegen und der Protagonist entscheidet sich dazu, abends in die Schule einzubrechen, um es ihr mit Süßigkeiten zurückzugeben - und das ausgerechnet am Vorabend des sogenannten „White Day“. Bei diesem Feiertag, der am 14. März gefeiert wird, beschenken Männer Frauen. In der Schule angekommen, merkt der Protagonist schnell, dass er im Gebäude gefangen ist. Von einem Luftschacht aus erkennt er, wie der Pförtner einen Schüler brutal zusammenschlägt und wegschleppt. Man muss aber nicht nur dem Pförtner aus dem Weg gehen, sondern auch zahlreiche Rätsel lösen. Zu allem Überfluss war die Schule im Koreakrieg ein Lazarett und wird natürlich von Geistern heimgesucht. Gelingt es den Schülern aus dem Labyrinth namens Schule zu entkommen?

Durchs Labyrinth gejagt

Der Spieler kann die Umgebung frei erkunden, jedoch ist der Weg durch viele verschlossene Türen grob vorgegeben. Ansonsten ist die Rolle des Protagonisten stark limitiert, denn man kann nicht gegen den Pförtner kämpfen, sondern lediglich weglaufen oder sich verstecken. Ein wichtiger Bestandteil ist das Management von Objekten, die zum Fortschritt benötigt werden, da die Anzahl an tragbaren Objekten begrenzt ist. Trotzdem kommt es vor, dass manche Objekte erst lange Zeit nach Erhalt verwendet werden können. Speichern kann man nur an bestimmten Orten unter der Voraussetzung, dass man einen Filzstift besitzt, der bei dieser Aktion verbraucht wird.

Da das Spiel für Smartphones konzipiert wurde, ist die Grafik nicht mit dem heutigen Standard vergleichbar, aber dennoch durchaus schön anzusehen. Die Stimmung des Spiels ist sehr düster und die Grafik sowie die Hintergrundmusik spiegeln dies sehr gut wider. Zudem sind die weiteren Charaktere vollständig auf Englisch synchronisiert.

In der Ruhe liegt die Kraft

Man braucht nicht nur Nerven aus Stahl, wenn man „White Day“ spielt, sondern auch jede Menge Geduld. Ist der Pförtner einem erstmal auf den Fersen - was alleine durch das Anschalten des Lichts geschehen kann -, dann dauert es ein paar Minuten, bis er von einem ablässt. Gerade zu Beginn ist es schwierig, ihm aus dem Weg zu gehen, da noch viele Türen verschlossen sind, was den Einstieg schwierig gestaltet.

Zahlreiche verschiedene Enden sowie Schwierigkeitsmodi bieten dem Spieler genug Abwechslung. Je schwieriger das Spiel ist, desto weniger Hinweise werden gegeben und mehr Geister erscheinen.


„White Day: A Labyrinth Named School“ ist für

PlayStation 4 und Windows erschienen und kann

etwa für 30 Euro im Fachhandel gekauft werden.