PATRICK WELTER

Auf den nächsten Seiten beschäftigt sich das „Journal“ mit der Großregion, was ist das eigentlich, es ist doch nur ein deutsches bzw. französisches Wort (Grande région) das eine große Region, also eine geografische Einheit, beschreibt. Ansonsten ist es völlig unspezifisch. Selten war die Namensgebung für eine große Sache so dämlich wie hier. Den Vorgängerbegriff, der eigentlich aus der Schmuddelkiste der oftmals überflüssigen Akronyme stammt, ist bis heute viel populärer und nicht nur an den Rändern der Großregion sondern auch weiter entfernt ein bekannter und nachvollziehbarer Begriff: SaarLorLux - jeder weiß auf Anhieb was gemeint ist. Die lange vergessene Ecke rund um Mosel und Saar. Das Kunstwort macht auch klar dass es über die üblichen Staatsgrenzen hinausgeht.

Als sich das relativ kleine grenzüberschreitende Bündnis ausdehnte wollten die Neuen, die Trier, die Mainzer und die Wallonen natürlich auch irgendwie auftauchen. Anstelle sich auf den intelligenten Vorschlag „SaarLorLuxPlus“ oder „SaarLorLux+“ einzulassen entschied man sich für den kleinsten gemeinsamen Nenner, eben die „Großregion“.

Mit einem ellenlangen Untertitel, der alles und jeden nennt, wurde die Sache auch nicht besser, eher noch schlechter. Zum Glück nur der Name. Ein blöder Name für eine großartige Sache.