LUXEMBURG
JEFF KARIER

„Brasserie Guillaume“ lud zur großen Verkostung ein

Auf Qualität setzt die „Brasserie Guillaume“ seit ihrer Gründung und arbeitet dazu mit vielen hochwertigen Zulieferanten zusammen. Einige dieser Produzenten präsentierten sich gestern in dem Lokal am „Place Guillaume II“ im Herzen der Stadt.

Das von Thomas Seale gegründete Unternehmen „Les Templiers de Provence“ produziert seit 2010 unter anderem Olivenöl und hat sich in diesen sieben Jahren einen Namen gemacht. „Wir haben bereits 2004 mit der Pflanzung der Olivenbäume begonnen und haben heute 3.000 Pflanzen“, erklärt der aus den USA stammende Inhaber, der heute in Luxemburg lebt und von hier aus das Unternehmen leitet. Dieses liegt rund eine Stunde nördlich von Aix-en-Provence. „Wir haben dieses Jahr wegen der Dürre und dem heißen Herbstwetter in der Provence sehr früh mit der Ernte begonnen“, meint er weiter. Diese lief von 30. Oktober bis zum 9. November.

Das „Fruit Vert“ Olivenöl wird laut Seale direkt nach der Ernte weiterverarbeitet und ist vom Geschmack her stärker und präsenter als das „Maturé Noir“. Dieses wird erst einige Wochen kontrolliert fermentiert bevor es weiterverarbeitet wird. „Dadurch hat dieses Öl einen ausgewogenen und feinen Geschmack“, betont Seale. Des Weiteren gehören drei Oliventapenaden sowie ein Lavendelhonig zu den restlichen Produkten von „Les Templiers de Provence“.

Tradition und Qualität seit 110 Jahren

Ebenfalls präsent war „Maison Gillardeau“, der Spezialist für Austern, mit einem eigenen kleinen Wagen, von dem aus die Muscheln frisch serviert wurden. Das von Thierry und Véronique Gillardeau bereits in vierte Generation geführte Unternehmen produziert die Spezialitäten bereits seit 110 Jahren in der Nähe von La Rochelle. Bei den Teilnehmern der Verkostung kamen die Austern aus dem Hause Gillardeau sehr gut an. Kein Wunder, zählen sie doch bei Kennern zu den besten Austern Frankreichs.

Als luxemburgischer Produzent war „Domaine Alice Hartmann“ anwesend. Entsprechend wurden zwei Rieslinge sowie ein Crémant des Winzereibetriebs zur Verkostung angeboten. Diese Rieslinge zeichnen sich durch ihren mineralischen Charakter aus und der Crémant muss sich nicht vor so manchem Champagner verstecken, denn auch hier wird auf hohe Qualität gesetzt.

Präsentiert wurde aber auch eine Neuheit und zwar ein Bier, das ebenfalls vom Weinhersteller stammt. Verantwortlich zeichnet für dieses Paul Wesner. „Seit fünf Jahren habe ich privat Bier gebraut“, erklärt Wesner. Als er den Entschluss traf, den nächsten Schritt zu machen und Bier für den Verkauf zu produzieren habe er zunächst in Echternach nach einem geeigneten Ort gesucht. „Ich bin dort aufgewachsen. Allerdings sind die Immobilienpreise so hoch, dass wir nichts Geeignetes gefunden haben.“ Daraufhin wollte der Bierliebhaber die Produktion in Bech aufbauen, woher seine Großeltern stammen. Die Gemeinde sei über das Vorhaben begeistert gewesen, habe ihm aber den alten Bahnhof „Charlys Gare angeboten“, für den sie aktuell keine Verwendung habe. „Daraufhin haben wir eine Abmachung getroffen und brauen hier seit Juni.“, führt Wesner weiter aus.

Das Bier mit dem Namen „Echternacher Brauerei - Hellen“ ist ungefiltert, sein Schwerpunkt liegt eher auf der Gerste, ist nicht herb und entspricht somit mehr dem süddeutschen Bier. Erhältlich ist es bislang auch nur in der „Charlys Gare“ in Bech.