LUXEMBURG
SVEN WOHL

Im Großherzogtum gab es 2015 sechs Opfer von Totschlag

Totschlag ist immer seltener die Todesursache in Europa. Die Todesrate sinkt von Jahr zu Jahr. Auf 5,2 Millionen Tote, die im Jahr 2015 gezählt wurden, kommen gerade einmal 3.600 Opfer von Totschlag.

Das sind gerade einmal 0,7 Prozent, wobei auffällt, dass es sich bei 64 Prozent der Opfer um Männer handelt.

Deutschland zählt die meisten Opfer, jedoch eine niedrige Rate

Erst seit 2002 wird diese Todesrate errechnet. Jedoch befindet sie sich seitdem im Fall. Die Liste der Länder, wo sich die meisten Opfer von Totschlag finden, führen Deutschland mit 441 Toten und Italien mit 395 Toten an. Frankreich (340), Rumänien (301) und Polen (293) vervollständigen die Top 5.

Die reine Zahl an Todesopfern kann allerdings täuschen. So ist Deutschland bei der Rate relativ niedrig anzusetzen mit 0,53 Opfer von Totschlag auf 100.000 Einwohner.

Als Opfer von Totschlag gilt in der Statistik von Eurostat jeder Tote, der durch Mord oder Verwundung eines Mordinstruments mit Vorsatz ums Leben kam.

Starke Schwankungen in Luxemburg

Das Großherzogtum kommt mit seinen sechs Toten im Jahr 2015 auf eine Quote von 0,94. Damit befindet sich Luxemburg über dem EU-Durchschnitt von 0,69 und dem des französischen Nachbarn (0,52), jedoch unter dem Wert Belgiens von 1,06.

Auffallen sind die starken Schwankungen: Einen traurigen Höhepunkt hatte die Rate in Luxemburg im Jahr 2010 erlebt, als sie bei 2,3 lag. Den niedrigsten Punkt erlebte das Land 2013 mit 0,13 Opfer von Totschlag auf 100.000 Einwohner.

Baltische Länder mit höchster Rate

Lettland verzeichnet in dieser Hinsicht in Europa die höchste Todesrate: 5,1 Opfer von Totschlag kommen hier auf 100.000 Einwohner. Die anderen beiden baltischen Staaten, Litauen (4,1 Tote) und Estland (3,6 Tote) verzeichnen ebenfalls relativ hohe Raten.

Das Vereinigte Königreich (01), Irland, Frankreich und Deutschland (0,5) führen die Positivliste an.