LUXEMBURG
LJ

De Keersmaekers „Vortex Temporum“ wurde am Wochenende im Mudam getanzt

Kunst im Museum? Geschenkt! Aber Tanz im Museum? Das ist doch eher ungewöhnlich. Die Künstlerin Anne Teresa De Keersmaeker war am vergangenen Wochenende an beiden Tagen mit ihrer Truppe „Rosas“ im Mudam zu bestaunen, wo sie ihre Reinterpretation ihrer Choreographie „Vortex Temporum“ zum Besten gab.

Die Tänzertruppe musste die einstudierten Schritte im perfekten Einklang mit der musikalischen Begleitung durch Klavier und Flöte durch das Ensemble „Ictus“ durchführen, um nicht aus dem Tritt zu kommen. Das ist umso schwerer, weil ein Museum nicht gerade dieselben Bedingungen wie eine normale Bühne mit sich bringe, wie die Organisatoren erklären: Akustik und Raum sind wesentlich anders als gewohnt.

Beliebtes Stück

De Keersmaeker hat ihr Choreographie-Stück, das auf die gleichnamige Komposition des Künstlers Gérard Grisey angepasst wurde, 2015 für die Konzeption als Kunstwerk und Ausstellungsstück umgeschrieben. Damit war die Künstlerin bereits im „Centre Pompidou“, im New Yorker „MOMA“ oder der Londoner „Tate Modern“ zu sehen.

Im Rahmen der Ausstellung „Work/Travail/Arbeid“, die vom „WIELS Contemporary Art Centre“ organisiert wurde, fand die Künstlertruppe durch Einladung des Kunstbündlungsprojektes des Mudams, der Philharmonie und des Theaters, dem „Red Bridge Project“, auch ihren Weg ins Mudam.
Die Veranstaltung wurde im Rahmen des „Red Bridge Project“ organisiert; ein Projekt der großen Kulturinstitutionen Luxemburgs, das Brücken schlagen möchte zwischen Musik, Tanz und den Bildenden Künsten. Es ist eine Kollaboration zwischen der Philharmonie, dem „Grand Théâtre“ und dem Mudam Luxemburg.

Die belgische Künstlerin Anna Teresa De Keersmaeker ist Herzstück des Programms für die 2017/2018-Saison und gilt mit ihrer „Rosas“-Begleitung als revolutionäre Kraft im modernen Tanz. Schon im September 2017 trat sie mit ihrer Interpretation von „Violin Phase“ im Mudam auf.