ECHTERNACH
IZ

Am Montag soll der „Schandfleck von Echternach“ komplett verschwinden

Es war im Jahr 2013, als die Schengener Projektentwicklungsgesellschaft Parador Real Estate, gemeinsam mit dem Architekturbüro gmp aus Aachen, die neu erstellte Projektstudie für die „Petite Marquise“ offiziell vorstellte - doch dann hatte sich nicht mehr viel getan. Eigentlich sollte die luxemburgische Projektgesellschaft den Umbau der seit 20 Jahren brach liegenden Immobilie „A la Petite Marquise“ sowie des benachbarten „Hôtel du Commerce“ zu einem attraktiven Wohn- und Gewerbekomplex mit Service-Wohnungen, Geschäften, Büros und Restaurants realisieren.

Im Zentrum direkt am bekannten historischen Marktplatz sollte so ein Neubau auf einem 1.700 m² großen Grundstück anstelle der dort seit zwei Jahrzehnten stillstehenden Bauruine errichtet werden - doch das Projekt ging zum Schluss -wieder einmal- nicht auf.

Die Gemeinde hatte dann mit den Eigentümern einen Vorkaufvertrag geschlossen und wollte sich selbst der Sache annehmen - was auch gelang. Der Schöffenrat der Gemeinde konnte den Verkaufsakt mit den Eigentümern der „Petite Marquise“ unterschrieben. Ein Preis von drei Millionen Euro war im Gespräch (das „Journal“ berichtete). Damit war es endlich gelungen, „ein ehemaliges traditionsreiches Schmuckstück der Stadt Echternach wieder in die Stadtentwicklung zurückzuführen“, wie es hieß. Fraktionsübergeifende Jubelstimmung brach aus.

So hatten sich neue Perspektiven für die Eingliederung des Gebäudekomplexes in ein Konzept zur touristischen, geschäftlichen und gesellschaftlichen Revalorisierung des Stadtzentrums eröffnet, wie es überall in der Abteistadt verbreitet wurde. Sogar einem Abriss stimmte man dann zu, da die Bausubstanz eine kostenmäßig tragbare Renovierung nicht erlaubte. In jedem Falle muss aber die Außenansicht originalgetreu wieder aufgebaut werden. Die „Petite Marquise“ soll ein wichtiger Baustein in der Planung der Stadtentwicklung sein, wie es heißt.Und am Montag um 14.00, so sieht es einmal die Planung vor, soll der Abriss komplett über die Bühne gehen. IZ