LUXEMBURG
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Zahl der Insolvenzen: Plus 33,7 Prozent im Jahresvergleich

Geht das Jahr 2018 mit einem Pleitenrekord in die Geschichte ein. Auf jeden Fall verzeichnet das Inkassounternehmen Creditreform eine „explosionsartige“ Zunahme der Insolvenzen im ersten Halbjahr 2018. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2017 ist die Pleitenzahl um 33,7 Prozent auf 611 gestiegen, davon waren 439 im Dienstleistungssektor zu beklagen, 137 im Handel, 29 im Bau und sechs im Produktionsgewerbe.

Markant ist, dass die Zahl der Unternehmen, die älter als fünf Jahre sind, im Jahresvergleich auf 468 anstieg, ein Plus von 57,05 Prozent. In Luxemburg ist laut Creditreform ein gegenläufiger Trend zu Deutschland auszumachen. Dort setzte sich nämlich im ersten Halbjahr der Rückgang der Insolvenzen weiter fort. Allerdings ist die Zahl der Firmenpleiten in der Region Trier und im Saarland ist im laufenden Jahr entgegen dem bundesdeutschen Trend gestiegen. In der Region Trier wurde nach Angaben von Creditreform eine Steigerung von 14,3 Prozent verzeichnet.

Für das Saarland ergab die Untersuchung für das erste Halbjahr 2018 130 Fälle - ein Plus von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die gute Konjunktur in West- und Mitteleuropa sowie das niedrige Zinsniveau, sollten laut Creditreform allerdings weiterhin die Basis für ein solides Wirtschaftswachstum auch in Luxemburg sein. Für 2018 erwartet Creditreform deshalb eine abgeschwächte Entwicklung der Konkurse und somit für das Gesamtjahr einen geringeren Anstieg als im ersten Halbjahr.