LUXEMBURG
CHRISTIAN SPIELMANN

Das Kirchberger „Utopolis“ verwandelt sich in ein Südsee-Paradies

Am kommenden Sonntag, 27. November, wird sich eine Hälfte des Kirchberger Kinokomplexes „Utopolis“ in ein künstliches Südsee-Paradies verwandeln, und das anlässlich der Vorpremiere des Disney-Animationsfilms „Moana“ (dt. und fr. „Vaiana“) von Ron Clements und John Musker. Jeweils um 10.00, 13.00, 14.30, 16.00 und 17.30 wird das Publikum die Inselwelt Polynesiens betreten können. Die Kinohalle ist dann ein Strand mit Palmen, auf dem sich die „Tiki-Bar“ befindet, in der Getränke und Eis aus Polynesien serviert werden. In kreativen Ateliers entdeckt man die Tänze und die Musik der Insel, kann man sich tätowieren lassen oder die Kunst, eine Kokosnuss zu raspeln, erlernen. Eine Stunde nach jedem Insel-Trip wird der Film in der Originalversion sowie in der französischen oder deutschen Synchronisation gezeigt.

Geboren, um zu reisen

Im Mittelpunkt des 56. Animationsfilms der Walt-Disney-Studios steht ein Volk, das auf einer Insel in Polynesien lebt. Vor langer Zeit waren die Bewohner Seefahrer, bis das mythische Herz von Te Fiti vom Halbgott Maui entwendet wurde. Das geschah vor über 1.000 Jahren und seitdem ist die Seefahrt in Vergessenheit geraten. Moana (= Vaiana) ist die Tochter von König Tui Waialiki. In ihr hat das Seefahrer-Gen der Vorfahren überlebt. Sie träumt davon, auf große Fahrt zu gehen und die Insel zu verlassen. Aber ihr Vater verbietet ihr, je das Riff, das die Insel umrundet, zu überqueren. Oma Tala erzählt ihr von der vergessenen Zeit und dem Halbgott Maui, der das Herz von Te Fiti zurückbringen muss, damit die Inselwelt nicht zerstört wird. Das Meer spült Moana das Herz vor die Füße und wird fortan der Beschützer der jungen Frau sein. Als sie eine Höhle mit alten Booten entdeckt, macht sie sich auf die Suche nach Maui, in Begleitung des verrückten Hahns Hei Hei.

Süß lustig

Der Film erzählt anfangs, wie Te Fitis Herz vom Halbgott Maui gestohlen wird, was schon fast esoterische Züge annimmt, wie auch Elemente in der Geschichte des Zurückbringens des Herzens. Kinder werden diese Vorgeschichte nicht unbedingt verstehen, da sie recht komplex ist. Sehr süß sind dagegen die Szenen mit Moana als Baby, und später sorgen das Huhn und der tollpatschige Halbgott mit seinen animierten Tätowierungen für Lacher, die auch die jüngeren Zuschauer ansprechen werden.

Der kräftig gebaute Maui hat nicht umsonst die Stimme von Wrestler Dwayne „The Rock“ Johnson. Die Mutter des Catchers kam auf Samoa auf die Welt, und seine Großmutter catchte in der Polynesian-Pacific-Pro-Wrestling-Federation. Die 16-jährige Hawaianerin Auli’i Cravalho lieh Moana ihre Stimme. Die zum Teil flotten Lieder komponierten Opetaia Foa’i und Lin-Manuel Miranda, der mit den Musicals „In the Heights“ und „Hamilton“ zwei Broadway-Hits landete. Die Filmmusik schrieb Mark Mancina.
Weitere Informationen unter www.utopolis.lu/vaiana