LUXEMBURG
SIMON LAROSCHE

Im „Journal“-Interview erklärt FLF-Präsident Paul Philipp den neuesten Stand im Dossier Renovierung des Stade Josy Barthel

Mittlerweile ist Paul Philipp, der Präsident des Luxemburger Fußball-Verbandes (FLF) ein gutgelaunter Mensch. Nachdem Sportminister Romain Schneider sich auf dem letzten FLF-Kongress im Namen der Regierung klar für die Renovierung des bestehenden Josy Barthel-Stadions aussprach, wird im Verband schon eifrig an der Verwirklichung dieses Traums gearbeitet.

Architektin Arlette Feierstein

Seit dem 18. November kommt die mit dem Entwurf des Stadions
beauftragte FLF-Arbeitsgruppe mindestens einmal pro Woche zusammen, um sich mit der konkreten Planung zu beschäftigen, Mitglieder sind neben Paul Philipp auch Jean Schiltz, Joel Wolff, Christian Hees und der ehemalige Regierungskommissar im Sportsministerium Guy Fusenig. An den Sitzungen der Gruppe nimmt auch immer die Architektin Arlette Feierstein teil, die vor einigen Jahren schon mithalf, das neue Verbandsgebäude in Mondercange zu entwerfen. „Wir kommen in der Arbeitsgruppe sehr gut voran“, sagte gestern Philipp dem „Journal“ gegenüber, „bis Ende Januar werden wir dem Sportminister einen Vorentwurf auf den Tisch legen können.“ Der Fortschritt in der Arbeitsgruppe sei damit zu erklären, dass die Mitglieder allesamt „fürchterlich motiviert“ seien. „Wir haben ja lange genug auf diesen Tag gewartet“, ergänzt Philipp, „die UEFA erinnert uns regelmäßig an die einzuhaltende Frist von 2014. Bis dahin soll das renovierte Stadion zwar nicht fertiggestellt sein, die Bauarbeiten aber schon angefangen haben.“

Besichtigungen in Mönchengladbach, Aachen und Lüttich

Die Arbeitsgruppe und die Architekten besichtigten in den letzten Wochen auch Fußballstadien im Ausland, darunter die in Mönchengladbach, Aachen und Lüttich. Das sei aber nicht wegen der Größe, betont der FLF-Boss, sondern wegen der Architektur und der Sicherheitskonzepte.

Zu tun gebe es bei der Renovierung des „Barthels“ nämlich viel, glücklicherweise habe man von der UEFA ein Büchlein überreicht bekommen, in denen alle Mängel aufgelistet werden, die bewältigt werden müssen, ehe das Stadion als UEFA-konform bezeichnet werden kann. Eines sei aber klar: das neue Stadion werde nach der Renovierung mit dem bestehenden nicht mehr viel gemeinsam haben. „Außer dem Spielfeld, wird alles erneuert werden“, so noch Philipp, „ich hoffe, dass es jedem einleuchtet, dass wir bei einer gründlichen Renovierung des Stadions, nicht die gleichen Mauern beibehalten können. Das Meiste ist nicht mehr zu gebrauchen, daher kann man fast schon von einem Neubau reden.“