LEUDELINGEN
CORDELIA CHATON

Wie das Büro von morgen aussieht, kann sich Olivier Dauvister von der CK Group gut vorstellen

Viele Menschen arbeiten im Büro. Aber wo früher einmal Schreibmaschinen klapperten, zieht immer mehr neue Technologie ein. Wir haben mit Olivier Dauvister, Marketing Manager bei Charles Kieffer Group, über die Trends gesprochen.

Foto: Editpress/Alain Rischard - Lëtzebuerger Journal
Foto: Editpress/Alain Rischard

Herr Dauvister, Sie haben gerade zwei Tage lang zur Veranstaltung „Tomorrow’s Office“ geladen. Warum?

Oliver Dauvister Weltmarken, mit denen wir zusammen arbeiten, haben viele neue Angebote und Neuheiten. Von verschiedenen Maschinen, wie Multifunktionsgeräten und Geräten, die 3.250 Umschläge pro Stunde füllen und frankieren können, bis hin zu vielen Entwicklungen der Digitalisierung. Für große Unternehmen ist das oft selbstverständlich, aber für kleine und mittlere Unternehmen eher selten. Die wollen wir vor allem ansprechen und ihnen zeigen, dass Themen wie Workflow oder Automatisierung nicht kompliziert sind. Wir haben extra die CK Box entwickelt, die sich der Größe und der Bedürfnisse anpasst. Aber wir laden unsere potenziellen und aktuellen Kunden auch zu thematischen Konferenzen ein. Die Nachfrage ist groß und wir konnten über 200 Anmeldungen zählen.

Was ist denn jetzt neu?

Dauvister „Tomorrow’s Office“, auf Deutsch das Büro von morgen, dreht sich um neue Trends und Tools, die den Kunden von morgen und übermorgen zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund haben wir zusätzlich Konferenzen zu den Themen Collaborative Work, Augmented Reality und Virtual Reality sowie Live Hacking, das eine IT-Bedrohung darstellt, organisiert.

Sie gehen auch auf das Thema Hacking ein. Warum?

Dauvister 2016 gab es erstmals mehr virtuelle als physische Angriffe auf Unternehmen. Das geht oft ganz einfach. Wer überprüft schon einen USB-Stick, bevor er ihn in den PC steckt? Viele haben Smart Watches, Smartphones, Tablets, vernetzte Häuser und so weiter. All das ist hackbar. Wir wollen auf verschiedene Gefahren aufmerksam machen. Es ist ein bisschen wie mit dem Nachbarn, der den Briefkasten leert. Das ist kein absoluter Schutz vor Einbrechern, mindert aber das Risiko.  

Mehr zu den Themen

Kleiner und einfacher

„Augmented Reality“ oder Erweiterte Realität ist ein wichtiger Trend. Die Mitarbeiter können sich einloggen, arbeiten mit kleineren, leichteren Geräten und haben Zugriff auf Daten über die Cloud. Ein Beispiel: Eine Brille von Konika Minolta erlaubt Anleitungen, beispielsweise zum Zusammensetzen von Teilen, direkt in die Gläser einzublenden. Sie ist aus einem Pilotprojekt von Siemens und Konica Minolta in Tschechien hervorgegangen, durch das Mitarbeiter Teile rund ein Drittel schneller als vorher zusammensetzen konnten und weniger Beaufsichtigung brauchten. Bis Jahresende soll sie vertrieben werden. Vorstellbar sind Anwendungen wie Anweisungen zum Anschließen von Kabeln oder auch dem Austausch eines Filters.

Virtual Reality

HP präsentiert Virtual Reality-Lösungen: Mit einer VR-Brille und einem leistungsstarken PC auf dem Rücken in einer Spezialweste können Architekten Kunden in ihr Traumhaus führen, Autohersteller Abläufe vorwegnehmen oder Kunden im Büro des Küchenverkäufers schon mal das gewünschte Modell visualisieren. Dabei stören keine Kabel.

Bildschirm-Konferenz

Video-Konferenzen ziehen auf den PC oder das Handy um, das taktil wird, und laufen über die Cloud. Dokumente können von allen Teilnehmern bearbeitet und eingesehen werden. Das geht mit oder ohne Kabel, mit Tafel-Funktion oder ohne. Genutzt wird die Technologie Vi3 bereits von Unternehmen wie „carrefour“. Sie eignet sich auch für Telearbeiter. Als Voraussetzung ist Windows 10 ausreichend. Den Machern war vor allem die einfache Handhabe wichtig.