LUXEMBURG
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Neues Gesetz für Rauchmelder in Wohngebäuden soll kommendes Jahr in Kraft treten

Bereits am 16. Januar, anlässlich des Neujahrsempfangs der Rettungsdienste, hat Innenminister Dan Kersch angekündigt, dass in allen Wohnhäusern Luxemburgs Rauchmelder installiert werden sollten. Ab dem 1. Januar 2019 soll nun jedes neu errichtete Wohngebäude mit einem Rauchmelder ausgestattet werden. Bei den anderen Wohnhäusern ist dagegen eine fünfjährige Übergangsphase vorgesehen. Mit der Einführung der Rauchmelderpflicht geht Dan Kersch den Beispielen Deutschlands, Frankreichs und Belgiens nach, wo Rauchmelder in Wohngebäuden bereits obligatorisch sind.

Sensibilisierungskampagne ebenfalls vorgesehen

Dan Kersch erklärte, dass die Rauchmelder in allen Gebäuden, die über mindestens eine Wohnung verfügen, installiert werden sollten. Grund dafür sind regelmäßige, durch Feuer und Rauch verursachte Todesfälle: Zwischen 1998 und 2015 starben in Luxemburg jährlich im Durchschnitt zwei Personen an den Folgen eines Brandes. Neben Verbrennungen gehört auch das Inhalieren des Rauchs zu den Todesursachen. Meistens ereignen sich die Dramen nachtsüber, sodass die Opfer den Brand nicht bemerken und an einer Kohlenmonoxidvergiftung sterben.

Um solche Unfälle zu vermeiden, sollte der Rauch durch Rauchmelder vorzeitig detektiert werden. Während manche Gemeinden bereits die Initiative genommen haben, Rauchmelder in allen Wohngebäuden einzuführen, wird nun ein nationales Gesetz für die Pflicht von Rauchmeldern in Wohnräumen ausgearbeitet. Parallel dazu wird eine dauerhafte Sensibilisierungskampagne eingeführt, die die Bevölkerung über die Wichtigkeit der Rauchmelder in Wohnräumen aufklären soll.

Zu Sensibilisierungszwecken hat die Regierung ebenfalls beschlossen, 150.000 Haushalten in Luxemburg jeweils einen Rauchmelder zur Verfügung zu stellen. Das dafür vorgesehene Budget beläuft sich auf rund eine Million Euro.