LUXEMBURG
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Ist der Waldbewohner in Luxemburg wieder zu präsent? Das Ministerium sagt Nein

Die Prävention der Fuchsbandwurmerkrankung sei kein Argument, um die Fuchspopulation zu regulieren, betonte die Regierung, als die Jägerschaft mit diesem Argument eine notwendige Jagd auf den Fuchs untermauern wollte. Doch es gab einige Fälle der lebensgefährlichen Fuchsbandwurmerkrankung in Luxemburg. Die Regierung habe durchaus die Gefährlichkeit der Echinokokkose in Luxemburg ohne die nötige Sorgfalt verkannt, hieß es vor geraumer Zeit.

Der Fuchs und die Gesundheit des Menschen

Nun greift auch die CSV-Abgeordnete Martine Hansen dieses Thema wieder auf. Auf einer Pressekonferenz am 22. Januar 2015 habe der Staatssekretär für Nachhaltige Entwicklung die wichtigsten Veränderungen im Zusammenhang mit der Jagd in Luxemburg vorgestellt. Hier habe er vorgetragen: „Es ist eine Tatsache, dass es weit weniger Füchse in Luxemburg gibt als vor 15 Jahren“.

Aber kürzlich sei in einem Interview über die Rückkehr des Wolfes in Luxemburg von einer hohen Fuchs-Dichte die Rede gewesen. Was stimmt denn nun? Hansen spricht auch die Gefahr der Echinokokkose und Studien an, die unter anderem im Bereich Nancy belege, dass eine hohe Fuchspopulation durchaus zu sehr schweren Konsequenzen in Bezug auf die menschliche Gesundheit führen könnte.

So möchte Hansen aus dem Umweltministerium wissen, ob von hier eine Bestätigung komme, dass die Fuchs-Dichte in Luxemburg seit der Pressekonferenz vor zwei Jahren stark angestiegen sei. Was mit einem klaren „Nein“ beantwortet wurde.

Dennoch möchte das Ministerium darauf hinweisen, dass die Schwankung der Populationsdichten einer Tierart ein völlig natürliches Phänomen sei, „das von einer Vielzahl von Faktoren abhängt, von denen die meisten unabhängig vom Menschen sind.“ Für den Fuchs stelle man für Luxemburg fest, dass im Vergleich zur Schweiz beispielsweise die beiden Populationen ähnlich sind stark, und dies trotz der Tatsache, dass die Methoden und Intensität der Jagd und vor allem die Schließzeiten der Jagd zwischen den beiden Ländern sehr unterschiedlich sind.

Daraus könne geschlossen werden, dass die Entwicklung der Fuchspopulationen langfristig nicht mit der Jagd verbunden zu sein scheint, so die Konklusion aus dem Ministerium.