BERLIN/LUXEMBURG
LJ

Luxemburger in Berlin: Ehrungen, Studiotour und Arbeitsbesuch

Anlässlich der 68. Internationalen Filmfestspiele hat das erbgroßherzogliche Paar am Montag einen Abstecher nach Berlin gemacht. Zudem weilte Premier- und Kulturminister Xavier Bettel zum Arbeitsbesuch in Deutschland und traf Kanzlerin Angela Merkel.

Tagsüber haben Erbgroßherzog Guillaume und Erbgroßherzogin Stéphanie die Studios Babelsberg im nahe gelegenen Potsdam besichtigt. Das Studio wurde dort im Jahre 1912 gegründet und ist das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt und das größte Filmstudio Europas. In den Studiohallen entstanden unter anderem deutsche Klassiker wie „Der blaue Engel“ und „Die Legende von Paul und Paula“, aber auch Teile von neueren und internationalen Produktionen wie der Kinofilme „Der Pianist“ und „Inglourious Basterds“ oder der Serie „Homeland“.

Nach der Studiotour stand für das großherzogliche Paar ein Besuch des „Michel Majerus Estate“ an, dem ehemaligen Atelier des luxemburgischen Malers. Am 6. November 2002 war der Künstler bei dem Luxair-Absturz bei Niederanven ums Leben gekommen. Im Mudam ist Majerus’ Werk „Untitled“ übrigens dauerhaft ausgestellt.

Orden für Pütz, Yogeshwarund Hillenbrand

Am Ende des Tages hat das großherzogliche Paar an einer Preiszeremonie teilgenommen, welche dem traditionellen Empfang von Luxemburgischer Botschaft in Berlin und Film Fund voranging. Dabei bedachte Bettel die Wissenschaftsjournalisten Jean Pütz und Ranga Yogeshwar sowie den Schriftsteller Tom Hillenbrand mit Auszeichnungen: Der in Luxemburg aufgewachsene Jean Pütz wurde wegen seiner besonderen Bemühungen und seines Einsatzes zur Wissensvermittlung in den unterschiedlichsten Formen mit dem Offiziersgrad im Verdienstorden des Großherzogtums Luxemburg ausgezeichnet. Um sein besonderes Engagement in der Forschung und für die Vermittlung von komplexem Wissen auf einfache Art und Weise zu würdigen, wurde auch der Luxemburger Ranga Yogeshwar mit dem Offiziersgrad im Verdienstorden des Großherzogtums Luxemburg ausgezeichnet. Als Anerkennung dafür ein kulturelles und facettenreiches Bild des Großherzogtums Luxemburg über seine Romanfiguren zu vermitteln, wurde der deutsche Schriftsteller und Romanautor Tom Hillenbrand zum Ritter im Orden der Eichenlaubkrone des Großherzogtums Luxemburg ernannt. Im Anschluss fand dann der Empfang mit mehr als 400 Filmschaffenden statt.