BERLIN
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Der Küchenschrank ist voll, aber statt der benötigten Nudeln liegen dort drei angebrochene Reispackungen. Die Joghurts im Kühlschrank gab es im Sonderangebot, aber niemand möchte sie essen. Es gibt viele Gründe, warum im Haushalt von einigen Lebensmitteln zu viel da ist und von anderen zu wenig. Spätestens wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, landet vieles schließlich im Müll. Die Initiative „Zu gut für die Tonne“ aus Deutschland gibt Verbrauchern einige Tipps, um Lebensmittelverschwendung vorzubeugen:

Richtig planen: Wer seine Vorräte überblickt, kauft weniger Überflüssiges ein. Gut ist auch, sich einen groben Wochenplan zu machen: Kommt jemand zu Besuch? Geht man auswärts essen? Sind vom Kochen Reste übrig? Grundsätzlich empfiehlt es sich, Lebensmittel wie H-Milch, Nudeln, Reis, Mehl, Kartoffeln und Zwiebeln, passierte Tomaten, Öl, Tomatenmark, Gewürze und Senf als Vorrat im Haus zu haben. In den Kühlschrank gehören Eier, Käse, Milch, Joghurt, Butter oder Margarine. Und wer Spinat, Brokkoli, Fisch und Brot in der Tiefkühltruhe hat, kann auch ohne frische Einkäufe ein Essen kochen.

Richtig lagern: Ärgerlich ist es, wenn gerade erst geöffnete Lebensmittel schlecht werden und deshalb in den Müll müssen. Dagegen lässt sich aber etwas unternehmen: Joghurt oder Quark zieht geöffnet Bakterien an, deshalb sollte man ihn schnell mit Frischhaltefolie abdecken. Nicht verbrauchte, offene Konserven füllen Verbraucher am besten in Behälter aus Glas, Metall oder Kunststoff um. Eingemachtes und Eingefrorenes beschriftet man besser mit Datum, damit man einen Überblick behält, was als Nächstes verbraucht werden sollte.

Richtig zweitverwerten: Dass beim Kochen etwas übrig bleibt, lässt sich nicht immer vermeiden. Die Reste sind aber zu schade, um sie wegzuwerfen. Übrig gebliebenes Gemüse oder Eier können zusammen in einer Reispfanne landen. Brot oder Brötchen vom Vortag schmecken zum Beispiel lecker in einem süßen Auflauf oder als Arme Ritter. Der Rest der Spaghettisoße wandert ins Paprikagemüse, geschnittenes Obst wird zum Kompott verarbeitet oder zusammen mit Joghurt zum Shake püriert.