Im „Trierischen Volksfreund“ regt sich einer deftig über die Maut-„Sauerei“ auf, will Berlin - oder vielleicht vielmehr München - die Luxemburger, die neben der Porta Nigra shoppen gehen wollen, doch genauso zur Kasse bitten als führen sie nach Köln oder Dresden zum Einkauf. Schon gehen Gerüchte um, dass die Trierer Geschäftswelt vor die Hunde geht, dass sogar am eigens geschaffenen Tag der Luxemburger „(an dem jeder Besucher eine Rose bekommt!)“ kein Kauffreudiger von jenseits der Mosel mehr die Läden durchwühlt. Der Schreiber hat aber bereits eine Alternative parat: Die Trierer City-Initiative solle doch aktiv werden „und ihren Lieblingskunden jährliche Einkaufscoupons in Höhe der Mautgebühr zur Verfügung stellen, bevor der geschätzten Großregion das Auseinanderbrechen droht.“ „Als Ergänzung zu den Rosen bestimmt eine hübsche Idee“, findet der Autor. Aber vielleicht kommt es eh nicht soweit und die EU-Kommission kippt das Ding, wenn vorher nicht schon die GroKo platzt. Hat King Horst doch am Wochenende deren Fortbestand an die Maut geknüpft. Dass die den erhofften Geldsegen für die deutsche Infrastruktur bringt, glaubt heute kaum jemand mehr. Sogar in der CSU. Der Rosenkrieg hat also längst begonnen. Bleibt nur noch zu klären, wer am Ende den Dorn im Daumen hat.