LUXEMBURG
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Neue Rettungsfahrzeuge erhalten Adresse des Einsatzortes auf das Navi

Bei ihren Einsätzen geht es um jede Sekunde - es geht um Leben und Tod. Wenn die Rettungskräfte wie Feuerwehr oder auch Notarztwagen alarmiert werden, müssen sie auf dem schnellsten Weg zum Patienten kommen.

Ein Umstand, den der adr-Abgeordnete Fernand Kartheiser jetzt beim Innenminister Dan Kersch (LSAP) hinterfragt hat. Oft käme es vor, dass die Rettungskräfte behindert und ausgebremst werden würden, schreibt Kartheiser in seiner parlamentarischen Anfrage. Daher sei es doch wichtig, dass die Einsatzkräfte auf dem schnellsten Wege ihren Einsatzort erreichen würden. „Sind die Einsatzfahrzeuge, die eine schnelle Hilfe garantieren sollen - also Rettungswagen, Feuerwehr oder auch Polizei -, mit einem Navigationssystem ausgerüstet?“, möchte Kartheiser wissen. Auch will der Abgeordnete wissen, ob die Einsatzleitstelle in „Echtzeit“ die Eil- und Rettungsfahrten verfolgen könne, um auf mögliche Behinderungen reagieren und den Rettungskräften entsprechende Ausweichrouten mitteilen zu können.

Wie der Innenminister in seiner Antwort ausführt, seien die Rettungswagen und auch die Notarztfahrzeuge mit einem entsprechenden Navigationssystem ausgerüstet. Die Einsatzfahrzeuge, die das „Corps grand-ducal d’incendie et de secours (CGDIS)“ ab dem 1. Juli 2018 anschaffen wird, würden zusätzlich mit einem System ausgestattet werden, das es erlaube, Adressen von der Einsatzleitstelle direkt ans Fahrzeug zu schicken. Außerdem sei die Notrufzentrale („112“) immer mit den aktuellsten Karten ausgestattet, damit die Einsatzfahrzeuge auch bei Alarmierungen abseits der Straßen „wie beispielsweise im Wald“, geleitet werden könnten.

Keine Fahrtverfolgung in Echtzeit

Was eine „Echtzeit-Reaktion“ anbelange, so sei dies sehr oft nicht möglich, da der Einsatzort sehr oft eben bereits durch einen Stau schwer zu erreichen sei, führt Kersch aus. Die Einsatzzentrale hätte allerdings Zugriff auf die Verkehrskarten und die -kameras von der Verkehrsüberwachung „Cita (Contrôle et information du trafic sur les autoroutes )“, sodass man auf diesem Weg Einfluss nehmen könnte. Ferner würde die Einsatzleitstelle und auch die betroffenen Einsatzzentralen über größere Bauvorhaben von den zuständigen Behörden informiert.

In diesem Zusammenhang nutzt Kersch abermals die Chance, um auf die Wichtigkeit der Rettungsgasse hinzuweisen.

Denn bei Stau müssten sich die Einsatzkräfte ihren Weg oft erst durch blockierte Spuren oder über Pannenstreifen bahnen – kostbare Zeit gehe verloren. Mit der Rettungsgasse sorgt man für die freie Fahrt der Einsatzkräfte. „Einsatz- und Bergungsfahrzeuge gelangen schneller und sicherer an den Unfallort, Verletzte werden rascher versorgt, Aufräumarbeiten beginnen eher und der Stau löst sich einfacher wieder auf.“
www.rettungsgasse.lu