LUXEMBURG
SIMON LAROSCHE

Alle zwei Jahre finden die Arctic Winter Games statt, neben bekannten Sportartengibt es auch Wettkämpfe in traditionellen Eskimo-Sportarten

Es gibt sogar eine Gemeinsamkeit mit den viel bekannteren Olympischen Sommerspielen, nämlich die, dass am Ende die Amerikaner die meisten Medaillen mit nach Hause nehmen. Bei der 20. Ausgabe der Arctic Winter Games, die im März diesen Jahres in der kanadischen Yukon-Provinz stattfanden, waren es jedoch Alaska-Amerikaner, die dominierten. Seit 1974 werden diese ganz besonderen Spiele organisiert, die sich an die Einwohner der Nordpolregionen richten, von Russland über Grönland bis natürlich hin zu Kanada und dem US-Bundesstaat Alaska. Es ist ein Fest der Inuit- und Dene-Kultur, die anderswo auf der Welt einfach „Eskimo“ genannt wird.

Ohren-Ziehen nicht mehr im Programm

Die Athleten treten hier in unkonventionellen Sportarten wie Knöchelhüpfen, Kopfziehen oder Schlittenspringen gegeneinander an. Gleichzeitig finden auch Wettkämpfe in bekannten Sportarten wie Badminton, Hallenfußball oder Biathlon statt, diese sind jedoch jugendlichen Athleten vorbehalten, sodass der Publikumsmagnet weiterhin die ausgefallenen Eskimo-Sportarten sind. Dabei wurde das eigenartige Ohren-Ziehen aus dem offiziellen Programm gestrichen, nachdem es öfters zu Verletzungen bei den Teilnehmern kam und diese Kraftanstrengung für zimperliche Zuschauer eine Zumutung war.

Die nächsten Arctic Winter Games finden im März 2014 in Fairbanks in Alaska statt. Wir stellen jetzt schon einige der ausgefallensten Disziplinen vor.