LUXEMBURG
LIZ MIKOS

Caroline Reuter (18) will nach dem Abitur als Model durchstarten

Ihrem Traum von einer Modelkarriere kam Caroline Reuter im vergangenen Jahr erheblich näher. Ihr Sieg beim Model Wettbewerb „Metropolitan Models Belux“ sicherte ihr einen Vertrag bei der gleichnamigen und weltweit renommierten Agentur. Unter anderem Namen wie Claudia Schiffer, Eva Herzigova und Heidi Klum haben schon mit „Metropolitan Models“ zusammengearbeitet.

Ob Caroline auf einen ähnlichen Durchbruch hoffen darf, wird sich aber erst mit der Zeit zeigen, denn bis zum Sommer dieses Jahres liegt der Fokus der 18-jährigen noch auf ihrem Abitur.

Casting im Café

Nachdem Caroline bereits mehrmals auf der Straße darauf angesprochen wurde und sich daraufhin ernsthafte Gedanken über das Modeln machte, beschloss sie im vergangenen Herbst den Schritt zu wagen. „Das Casting fand im ,Boos Beach Club‘ statt, einem Café. Da es ein offenes Casting war, und natürlich auch durch die eher entspannte Location, wurde die Nervosität einigermaßen gedämpft“, verrät die Modelanwärterin.

Unterstützt wurde sie beim Casting von ihrer Mutter und ihrem Bruder, die sie auch zum Halbfinale und zum Finale in Brüssel begleiteten. Die Auswahlkriterien waren recht übersichtlich: Mädchen mussten zwischen 14 und 22 Jahre alt sein, Jungs zwischen 16 und 24, und die Größe spielte selbstverständlich auch eine Rolle. Die Mindestgröße lag für Mädchen bei 1,73 Meter und für Jungen bei 1,84 Meter. „Ich glaube sie haben immer eine genaue Vorstellung von dem Typen, den sie suchen, was die Entscheidung dann auch ganz klar beeinflusst, aber das wissen ja nur die, die das Ganze auch organisieren“, erläutert Caroline. Heute, nach ihrem Sieg, wissen wir mit Sicherheit, dass sie wohl genau ins Schema der Agentur passte.

Wer es bis ins Finale geschafft hat, durfte dann auch einmal wahre Modelbusiness-Luft schnuppern. Bereits vor der großen Show fuhren die Finalisten zusammen nach Brüssel, wo sie mit einem Personal Trainer trainiert und gelernt haben auf hohen Schuhen zu laufen. „Das Laufen auf hohen Schuhen fiel mir anfangs schwer, aber nach dem Coaching klappte es wie von allein. Der Personal Trainer hat uns jede Menge Tricks gezeigt, die das Laufen einfacher machen und leichter aussehen lassen, so wie es halt sein soll“, erklärt die Siegerin des Wettbewerbs.

Am Tag des Finales mussten die Finalisten bereits um zehn Uhr morgens in Brüssel sein, um den Ablauf noch mehrmals durchzugehen. „Die Proben am Finaltag haben einem sehr geholfen die letzten Unsicherheiten und die Nervosität abzulegen.“

Doch ein Hauch von Aufregung bleibt natürlich immer bestehen, es geht hierbei schließlich um den Traum unzähliger Mädchen und Jungen, der sich aber nur für einige Wenige erfüllen wird. Und trotz dieses Drucks, war kaum an Konkurrenzkampf zu denken. „Wir wussten natürlich, dass einer gewinnen wird, aber da wir uns so wenig gesehen haben und auch bis zum Finale nicht wussten, nach welchen Typen die Agentur genau sucht, kam kein wirkliches Konkurrenzdenken auf.“ Daher auch Carolines Überraschung über ihren Sieg. „Ich hatte unheimlich viel Spaß und habe die Zeit genossen, und als ich dann gewonnen habe, war ich natürlich überglücklich, aber erst einmal einfach nur überrascht.“

Diplom vor Durchbruch

Am Tag unseres Telefonats widmete die junge Abiturientin sich erstmals ihrem neu errungenen Modelleben. Sie vereinbarte einen Termin in der Pariser Agentur, um erstmals über ihren Vertrag zu sprechen. In den Ferien hatte sie nämlich erstmals Zeit, sich ausführlicher damit auseinanderzusetzen. Während der Prüfungsphase konzentrierte sich das „new face“ nämlich vorbildlich auf die Schule.

Das heißt aber auf keinen Fall, dass Caroline bislang modeltechnisch noch nichts geleistet hat. Vor Kurzem erst stand sie für die Schuhmarke „Montaigne Paris“ vor der Kamera. Wie es nun nach ihrem Abitur weitergeht, sieht sie, wenn es soweit ist. Jetzt steht zunächst noch die Schule auf dem ersten Platz und in ihrer Freizeit widmet sie sich dann ihrem Traum, dem Modeln.