LUXEMBURG
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Luxemburgs Brücken im Straßennetz werden alle drei Jahre gründlich geprüft

Jährliche Routine-Kontrollen, eine gründliche Prüfung auf Herz und Nieren im Drei-Jahres-Rhythmus und eine regelmäßige Ortung und Beseitigung von Problemen: An den Brücken, die unter der Obhut der Straßenbauverwaltung und ihrer damit seit 1995 beauftragten „Division des ouvrages d'Art“ liegen, kann so schnell nichts schief gehen. Dabei sei eine Präzisierung angebracht, wie „Ponts et Chaussées“-Direktor Roland Fox erklärt.

Gründliche Analysen

Alle 1.271 Brücken werden demnach jährlich kontrolliert und zudem alle drei Jahre einer kompletten Kontrolle unterzogen. Das hat System: „Alles muss einmal jährlich inspiziert werden“, erklärt Fox. „Hinzu kommen die gründlichen Kontrollen alle drei Jahre. Festgestellte Schäden oder kleine Reparaturen werden dann genauso durchgeführt wie grundsätzliche Sanierungen oder
größer angelegte Analysen, wenn größere Probleme festgestellt werden.“

All das führe dazu, dass die Brücken grundsätzlich sicher seien. „Unsere Schwachstellen haben wir bereits identifiziert und beseitigt; sie stammten allesamt aus den Fünfzigern“, meint er. Etwa die Brücken in Grevenmacher oder Mersch, die durch neue Brücken ersetzt wurden. Entsprechend sei ein solcher Zwischenfall wie in Genua in Luxemburg kaum denkbar. „Von hier aus ist es natürlich schwer zu sagen, was genau die Ursache des Zwischenfalls war“, meint Fox. „Aber prinzipiell können wir einen solchen Unfall hier ausschließen.“ Er gab zudem zu bedenken, dass es eine Brücke wie in Genua in Luxemburg überhaupt nicht gibt. „Wir haben hier zwar auch Brücken mit Spannbeton, die Brücke in Genua stammt aber aus den Sechzigern und ist zudem ein Typ, den es in Luxemburg nicht gibt“, erklärt er.

Bei den Kontrollen werde auch die Vulnerabilität der Brücke mit einbezogen. „Wir arbeiten zur Auswertung auch mit Statikern und Planungsbüros zusammen“, erklärt der Direktor. „So haben wir erst vor ein paar Jahren alle Brücken nachrechnen lassen, um einen Plan und Routen für außerordentliche Schwertransporte zu bieten.“