LUXEMBURG
CHRISTIAN SPIELMANN

„Star Wars: The Last Jedi“, der achte Teil der Saga im Kino

Seit zwei Jahren warten die „Star Wars“-Anhänger ungeduldig auf den achten Teil der Abenteuer von Luke Skywalker und Co. Am Mittwochmorgen war der große Saal im „Kinepolis-Belval“ mit Fans gefüllt, die sich auf „Star Wars: The Last Jedi“ freuten, eine Folge, die Rian Johnson inszenierte.

In der Abgeschiedenheit des Alls

Der siebte Teil der „Star Wars“-Saga endete damit, dass Rey (Daisy Ridley) den gealterten Luke Skywalker (Mark Hamill) auf einem einsamen Planeten aufsuchte. Im achten Teil versucht sie nun, ihn davon zu überzeugen, sich mit seiner Schwester Prinzessin Leia (Carrie Fisher) gegen die böse Erste Ordnung und ihrem obersten Leiter Snoke (Andy Serkis) zu verbünden. Luke spürt eine große Kraft in Rey und gibt ihr Unterricht, wie ein Jedi seine Kraft nutzen kann. Rey steht in einer telepathischen Verbindung zu Kylo Ren (Adam Driver), der eigentlich Ben Solo heißt und der Sohn von Leia und Han Solo ist.

Kylo hat im Teil davor seinen Vater getötet und ist nun einer der Dirigenten der Ersten Ordnung. Andererseits kämpfen die Rebellen um Prinzessin Leia gegen die übermächtige kriegerische Flotte ihres Erzfeindes. Poe Dameron (Oscar Isaac) und weiteren Piloten gelingt es, ein feindliches Kriegsschiff zu zerstören. Der Rest der Rebellen kann somit entkommen. Doch bald werden sie eingeholt, und der ungleiche Kampf geht weiter. Finn (John Boyega) und Rose (Kelly Marie Tran) versuchen, einen Code-Knacker zu finden, mit dessen Hilfe sie das Tracking-System der Feinde lahmlegen könnten. Sie treiben diesen Kerl DJ (Benicio Del Toro) auf dem Casino-Planeten Canto Bight auf.

Nicht der beste Teil der Saga

Spektakuläre Effekte und gut choreografierte Kampfszenen genügen vielleicht der Popcorn-Generation, sich heutzutage im Kino während 152 Minuten zu unterhalten. Irgendwo wird der eingefleischte „Star Wars“-Fan jedoch die Subtilitäten in der Geschichte vermissen sowie sich an den permanent aufgeschobenen Erklärungen zu der Herkunft oder den Aktionen der einzelnen Figuren stören, zum Beispiel wer denn nun Reys Eltern sind, warum sie mit Kylo Ren per Telepathie kommunizieren kann (hierzu gibt es zwar eine Erklärung, die aber mit dem Tod eines Protagonisten hinfällig wird) und was mit DJ passierte, nachdem er im feindlichen Schiff den Tracker fand.

Die Produzenten bezwecken mit diesen Löchern in der Geschichte, die Zuschauer dazu zu zwingen, sich den neunten - und hoffentlich letzten - Teil der Saga in zwei Jahren anzusehen, um vielleicht Antworten zu finden. Und um diesen neuen Teil 2020 wieder zu verstehen, sollen alle die DVD vom achten Teil kaufen - und „Star Wars“-Neulinge gleich alle anderen auch. Im Kino würde man sich sicher nicht so an der Nase herumgeführt fühlen, wenn wenigstens ein paar Teile der Geschichte aufgelöst würden. So sieht man sich wieder einen unvollständigen Film an, der wegen vieler schwarzer Löcher alles andere als berauschend ist, auch wenn die Disney-Studios mit vielen Millionen Dollar dahinterstecken. May the Force Be With You!

In weiteren Rollen sieht man Domhnall Gleeson als General Hux, Laura Dern als Vizeadmiralin Amilyn Holdo, und Peter Mayhew ist erneut Chewbacca. Carrie Fisher starb am 27. Dezember 2016. Sie hatte aber alle Szenen für diesen achten Teil abgedreht. Was aus ihrer Rolle im neunten Teil geschieht, weiß noch niemand genau.