LUXEMBURG
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Zu viel Licht, störende Geräusche, falsche Matratze: Die nächtliche Erholung beschäftigt uns

Eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung gehören wie selbstverständlich zu einer gesunden Lebensweise. Doch noch immer werde ein wichtiges Element „für dauerhaftes physisches und psychisches Wohlergehen“ vernachlässigt, stellen Experten wie der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), Dr. Alfred Wiater, fest: der erholsame Schlaf.

Zur anstehenden Messe „Heimtextil“, die vom 8. bis 11. Januar 2019 in Frankfurt/Main stattfindet, steht dieses Element erstmals im besonderen Fokus. Die internationale Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien hat sogar eine Werkstatt zu „Sleep! The Future Forum - Zukunft des Schlafens“ eingerichtet, um das Thema umfassend zu beleuchten.

Denn laut einer im vergangenen Jahr erstellten Forsa-Untersuchung schläft jeder dritte Erwachsene „mittelmäßig, schlecht oder gar sehr schlecht“, sagt Wiater im Vorfeld der Messe.

Ursachen für schlechten Schlaf ergründen

Die Gründe hierfür seien ebenso facettenreich wie mancher Traum, sagt Wiater: „Zu viel Licht oder störende Geräusche, ein permanent erhöhtes Erregungslevel infolge der Digitalisierung oder aber auch generelles Unvermögen, entspannen und abschalten zu können.“

Hieraus ergibt sich aber das Problem, dass, wer nicht gut schläft, selbst bei ausreichender sportlicher Betätigung und guter Ernährung krank werden kann.

Neben physischen und psychischen Leiden wie Herzkreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Angstzuständen vermindere eine nicht ausreichende nächtliche Erholung auch die Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und Leistungskraft, führen die Experten der DGSM aus. Das kann im Ergebnis zu Einschränkungen im beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld führen.

So würden beim Thema Schlaf viele immer noch zu kurz denken, resümiert Wiater in einer Stellungnahme zum Workshop „Sleep“. Man wisse heute mehr über erholsamen Schlaf und den positiven Einfluss auf Gehirn, Gesundheit und Immunsystem als je zuvor. So sei eine optimale Auswahl zum Körper und individuellen Eigenheiten passende Bettwäsche, Decken, Kissen und Matratzen ebenso wichtig wie eine optimale Raumgestaltung. Denn auch Textilien würden eine sehr wichtige Rolle spielen, sagt der Experte.

Neuheiten

Unter dem Titel „Smart Bedding“ präsentieren über 130 Aussteller neueste Schlafsysteme, Matratzen und Bettwaren. Dazu zählen funktionale Materialien, aber auch innovative Techniklösungen für einen besseren Schlaf - wie der Schlaftracker „Sleep“ der französischen Firma Withings. Eine spezielle Schlafsensormatte wird mit Luft befüllt und unter die Matratze geschoben, von wo sie sich über WLAN mit dem Smartphone synchronisiert. „Bettet sich der Nutzer zur Ruhe, analysiert der clevere digitale Wächter die Qualität des Schlafs“, heißt es von Unternehmensseite. Auf der dazugehörigen App lassen sich nach dem Erwachen Parameter wie Schlafdauer, -tiefe und -regelmäßigkeit ablesen; selbst störendes Schnarchen vermerkt die nachtaktive Matte präzise.