KÖLN
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Die „Gamescom“ hielt erneut einiges bereit – Hier einige unserer Highlights

„Cyberpunk 2077“ von CD Projekt Red

Dieses Jahr gab es auf der Gamescom fast nur ein Thema: „Cyberpunk 2077“. Das Rollenspiel von CD Projekt Red konnten sich allerdings nur Fachbesucher und Pressevertreter anschauen. Gezeigt wurde eine rund 50-minütige Live-Gameplay-Demo, die einen ersten genaueren Einblick in das Spiel gewährt. Diese wurde nun auch am Montagabend veröffentlicht, so dass alle, die sich für das neue Spiel der „Witcher“-Macher interessieren, ein Gefühl für „Cyberpunk 2077“ bekommen können.

Die Demo zeigt neben einigen Aktion-Passagen auch, wie die Dialoge in dem futuristischen Rollenspiel ablaufen. Hier zeigt sich ganz klar der Rollenspiel-Charakter von „Cyberpunk 2077“. Uns stehen wie auch bei der Heransgehensweise der Missionen eine Vielzahl an Möglichkeiten offen. Gehen wir diplomatisch vor, eher mit der Brechstange, oder etwas dazwischen? Spielen wir eine Fraktion gegen die andere aus, oder befolgen wir die Mission wie vorgegeben? Und dank Implantaten und anderen Dingen können wir unseren Charakter mit neuen Fähigkeiten ausrüsten. Etwa mit Augen, die Gegner scannen können oder Armen mit eingebauten Klingen. Erinnert an die „Deus Ex“-Spiele, scheint jedoch viel Neues bereitzuhalten. Besonders beeindruckend ist die Spielwelt, die nicht nur sehr groß sein soll, sondern auch sehr lebendig wirkt. Bei einer Szene blieb uns sogar kurz der Mund offen stehen. 

Man muss allerdings bedenken, dass das Spiel noch weit entfernt ist von einer Veröffentlichung, auch wenn die Demo bereits recht komplett wirkte. Es kann sich also noch einiges ändern. Doch wenn das Spiel am Ende das hält, was die Demo verspricht, dann steht uns mit „Cyberpunk 2077“ ein waschechter Rollenspiel-Hit ins Haus, der sogar „Witcher 3“ überflügeln könnte. Wir drücken die Daumen!

„Devil May Cry 5“ von Capcom 

Lëtzebuerger Journal

Nach dem stilistisch etwas anderen Reboot „DMC“ kehrt die beliebte Reihe mit „Devil May Cry 5“ zu alten Stärken zurück. Im neuesten Teil aus dem Hause Capcom wird man nicht nur den alt bekannten Dante spielen, sondern unter anderem auch Nero. Letzteren steuerten wir dann auch in der Gamescom-Demo. Die Kombos aus Schwertschlägen, Schüssen und den Spezialmoves, die Nero dank seines Armes ausführen kann, gingen beim Anspielen gut von der Hand. Die Atmosphäre, die durch die übertriebene Coolness gebrochen wird, passt auch. Einzig die Kamera war etwas nervig und ist für unseren Geschmack etwas zu nah am Geschehen dran. Ansonsten scheinen die Entwickler auf einem guten Weg zu sein. Wir hatten jedenfalls viel Spaß und freuen uns auf den 8. März 2019.

„Total War Three Kingdoms“ von Creative Assembly (Sega)

Lëtzebuerger Journal

Kaum eine andere Reihe versteht es, Runden- mit Echtzeit-Strategie so toll zu vereinen, wie es „Total War“ tut. Nachdem es in zwei Teilen in die Fantasy-Welt von Warhammer ging, ist in „Three Kingdoms“ wieder ein historisches Setting an der Reihe. Diesmal geht es nämlich ins feudale China. Auf der Gamescom spielten wir eine Schlacht, bei der wir in einen Hinterhalt gelockt wurden. Wir konnten uns entscheiden zu fliehen, um unsere Ausgangslage zu verbessern, oder zu kämpfen. Wir entschieden uns, zu kämpfen und trotz großer Verluste vernichteten wir unseren Gegner. Dabei war der Einsatz unserer Generäle, die verschiedene Fähigkeiten haben, sehr wichtig. Leider haben wir nichts von der Übersichtskarte und dem Verwalten unseres Reichs gesehen. Dennoch haben wir große Lust auf das Spiel bekommen, das im Frühling 2019 für PC erscheinen soll.

„Soul Calibur VI“ von Bandai Namco  

Lëtzebuerger Journal

„Soul Calibur VI“, der neuste Nachfolger von Bandai Namcos Kampfspiellegende, überzeugte nicht nur mit graphischen Stärken, sondern auch mit liebevoll gestalteten Stages und einer für die Serie typische musikalische Untermalung. Das Kampfsystem begrüßt erneut Elemente, die Fans im letzten Spiel der Reihe vermisst hatten und verspricht eine große Wettbewerbsfähigkeit. Für Letzteres spricht auch das Versprechen von Bandai Namco, dem Netcode des Spiels bereits ab Release des Spiels eine hohe Priorität zu verleihen. Bei unserem Anspielen mussten wir jedoch einen gewissen Lag feststellen, was allerdings an den verwendeten Fernsehern gelegen hat. Damit können sich die Fans bereits ab dem 19. Oktober auf einem professionellen Niveau gegenübertreten.

„Metro Exodus“ von 4A Games (Deep Silver)

Lëtzebuerger Journal

Basierend auf den Romanen von Schriftsteller Dmitry Glukhovsky führt uns „Metro Exodus“, der nunmehr dritte Teil der Serie, wieder ins postapokalyptische Russland. In diesem verlassen wir die für die Reihe typischen U-Bahn-Tunnel und begeben uns in die Wildnis. Diese wirkte beim Anspielen sehr atmosphärisch und ist grafisch ein echter Hingucker. Die Welt steckt dabei voller Details, die Lust zum Erkunden machen. Das sollte man auch tun, um etwa Munition und sonstige Ausrüstung zu finden. Als Artyom schleichen und kämpfen wir uns durch die halb-offenen Level, in denen Banditen und Monster auf uns lauern. Negativ aufgefallen ist uns nur die KI der Gegner, die nicht wirklich klug agierten sowie die Wegfindung, was jedoch auch an uns gelegen haben kann. „Metro Exodus“ soll am 22. Februar 2019 auf den Markt kommen.

„Life is Strange 2“ von Dontnod (Square Enix) 

Lëtzebuerger Journal

Für viele ist „Life is Strange“ von Dontnod eines der einprägsamsten Spielerlebnisse der letzten Jahre. Das Zusammenspiel aus gut geschriebenen Charakteren, die oft nur auf den ersten Blick Clichés bedienen, wendungsreicher Story und einfühlsamem Soundtrack war nahezu perfekt. Der offizielle zweite Teil tritt somit ein hartes Erbe an, stellte beim Anspielen aber unter Beweis, dass die Atmosphäre wieder zu stimmen scheint. Dieses Mal stehen jedoch die Brüder Sean und Daniel im Vordergrund. Viel mehr wollen wir nicht verraten, nur dass wir am Ende der Demo emotional nicht ganz kalt gelassen wurden. Ebenfalls positiv ist, dass das Spiel gegenüber seinem Vorgänger optisch einen Schritt nach vorne gemacht hat. Ob es ein würdiger Nachfolger wird, erfahren wir spätestens am 27. September, dann erscheint die erste von fünf Episoden.

„Biomutant“ von Experiment 101 (THQ Nordic)

Lëtzebuerger Journal

Im letzten Jahr war „Biomutant“ eine der Überraschungen der „Gamescom“. Denn dem schwedischen Entwickler Experiment 101 ist ein interessanter Stil-Mix gelungen. Im Action-Rollenspiel ist der Hauptcharakter ein einem Waschbären ähnelndes Wesen, das sich durch eine abgedrehte post-apokalyptische Welt schlägt. Diesen kann man ganz nach Belieben gestalten, spiegelt allerdings auch dessen Fähigkeiten wieder. Ist er besonders stark, hat er große Muskeln. Im Spielverlauf kommen weitere Mutationen sowie Ausrüstung hinzu. Das Kampfsystem ist dynamisch und erinnert an die „Batman: Arkham“- oder „Devil May Cry“-Reihe. Hinzu kommt der charmante Humor, etwa in Form eines recht trockenen Erzählers. Nur die Grafik konnte uns noch nicht ganz überzeugen. Der Release-Termin wurde auf kommendes Jahr verschoben.

„Tropico 6“ von Limbic Entertainment (Kalypso Media)

Lëtzebuerger Journal

Mit „Tropico 6“ geht es wieder zurück auf die Insel, wobei wir diesmal nicht länger nur auf einem Eiland Wohnhäuser, Fabriken und Hotels hochziehen. Denn im sechsten Teil gibt es kleine Archipele, über die wir herrschen. Neu sind außerdem Brücken, Seilbahnen und Tunnel, woraus sich neue Möglichkeiten ergeben. Hinzu kommt, dass wir etwa unseren Palast verschönern und diesen auch versetzen können. So kann man wertvolles Bauland frei machen oder das Zuhause von El Presidente auf einem besonders schönen Flecken der Insel platzieren. Hinzu kommt, dass wir insgesamt 17 Sehenswürdigkeiten wie Eiffelturm oder Freiheitsstatue stehlen können, um unsere Insel zu verschönern und von Boni zu profitieren. Zurückkehren die bei Fans beliebten Wahlkampfreden, die im fünften Teil fehlten.

Wie auch im letzten Teil durchlaufen wir pro Karte verschiedene Epochen, in denen unterschiedliche Gebäude zur Auswahl stehen. In der Kolonialzeit müssen wir etwa zunächst unsere Unabhängigkeit erlangen und hierzu unser Militär stärken. Die Story bietet insgesamt 15 Karten mit unterschiedlichen Missionszielen, hinzu kommen nochmals 15 Sandbox-Karten sowie zufallsgenerierte Karten. Beim Anspielen wurde deutlich, dass Charme und Humor der alten Teile erhalten bleiben und die neuen Features das Spielerlebnis weiter verbessern. Die neue Engine sorgt außerdem für ein wunderschöne Inselidyll. Wir können den Januar 2019 kaum abwarten, denn dann erscheint „Tropico 6“ für den PC. Im Sommer sollen die Konsolen-Versionen folgen.

„Wargroove“ von Chucklefish

Lëtzebuerger Journal

Eher durch Zufall konnten wir auf der „Gamescom“ das Spiel „Wargroove“ anspielen. Sowohl Xbox als auch Nintendo hatten den Indy-Titel im Programm und zeigten eine kurze Demo. Bei „Wargroove“ handelt es sich um Rundenstrategie-Titel, der vor allem Fans von Spielen wie „Advance Wars“ gefallen durfte. Entwickler Chucklefish hat das Konzept mit Helden-Charakteren angereichert und versetzt den Spieler in ein Fantasy-Universum. Stil und Musik erzeugen einen besonderen Charme und erinnern an alte Zeiten. Das Anspielen hat bereits mächtig Laune gemacht, auch wenn die Demo mit kleinen Problemen zu kämpfen hatte. Dennoch hätten wir am liebsten gar nicht mehr aufgehört und können es kaum erwarten, dass es fertig ist. Erscheinen wird „Wargroove“ voraussichtlich kommendes Jahr für alle Plattformen.

„Spider-Man“ von Insomniac Games (Marvel Games/Sony)

Lëtzebuerger Journal

Mit „Spider-Man“ steht der nächste potenzielle PlayStation 4-Hit vor der Tür. Denn das Superhelden-Spiel scheint auf den ersten Blick alles mitzubringen, was man für einen guten Actiontitel benötigt. Schließlich arbeiten mit Insomniac Games erfahrene Leute an dem Spiel, die wissen, wie man Action inszeniert. Dieser Eindruck wurde beim Anspielen auf der Gamescom bestärkt. Grafisch sieht das Spiel ziemlich gut aus, das Schwingen durch die Hochhausschluchten geht nach etwas Eingewöhnungszeit gut von der Hand und das Kampfsystem scheint ebenfalls gelungen. Hier war es nur wieder einmal die Kamera, die uns in der ein oder anderen Situation gestört hat. Dafür passt der Spidey-typische Humor. Ab dem 7. September erscheint der Netzschwinger exklusiv für die PS4.

„Super Mario Party“ von Nintendo 

Lëtzebuerger Journal

Für die N64 gehörte „Mario Party“ zur Grundausstattung, ist es doch bis heute ein tolles Spiel, wenn man mit Mehreren vor dem Fernseher Spaß haben will. Mit „Super Mario Party“ kommt der Multiplayer-Spaß demnächst auch auf die Switch. Im Rahmen der „Gamescom“ gab ein eine kleine Demo, die zeigte, wie unterschiedlich die Joy-Cons eingesetzt werden können. Sei es, um bei einem der Minispiele ein Stück Fleisch in der Pfanne zu drehen, mit einem Dreirad als erster im Ziel zu sein oder Footballspielern auszuweichen. Das kurze Anspielen zu Dritt plus KI machte jedenfalls viel Spaß und hat das Potenzial, wieder Freunde und Familie vor der Konsole zu versammeln. Am 5. Oktober steht „Super Mario Party“ in den Verkaufsregalen.  

Gamescom 2018

Zwiespalt und Potenzial

Auf der „Gamescom“ haben wir uns noch eine ganze Reihe an weiteren Spielen angeschaut. Dazu zählt etwa das von vielen heiß erwartete „Super Smash Bros.“ für die Switch. Hier scheint alles zusammenzukommen, was Serien-Fans sich erhoffen. Nur haben unserer Meinung nach etwa Spiele wie „Soul Calibur VI“ die Nase im „Fighting game“-Genre. Gemischte Gefühle haben wir noch bei „Dead or Alive 6“. Die Demo hatte mit einigen Bugs zu kämpfen, die ein Urteil nicht erlauben. Sehr zwiegespalten ließ uns „Pokémon Let’s Go“ zurück. Der erste Serienableger für die Switch wirbt mit dem Feature, dass man per „Joy-con“ oder dazugehörigem Pokéball die kleinen Monster fangen kann. Das funktioniert zwar gut, nimmt in unseren Augen aber einen wesentlichen Teil des Spielerlebnisses. Und zwar das Kämpfen gegen wilde Pokémon. Hier scheint Nintendo einen Mittelweg finden zu wollen, um alteingesessene Fans sowie neue Fans, die über das Mobile-Game „Pokémon Go“ zur Reihe gestoßen sind, zufrieden zu stellen. Uns konnte dieses neue Konzept noch nicht überzeugen. Für hartgesottene Rollenspielfans bietet „Pathfinder: Kingmaker“ ein vielversprechendes Erlebnis. Die Präsentation klang beeindruckend, in der kurzen Zeit konnten wir uns jedoch kein umfassendes Bild des Spiels machen. Genre-Fans sollten jedoch ein Auge auf das Spiel haben. Ähnliches gilt für „Space Hulk: Tactics“. Das Rundenstrategie-Spiel im „Warhammer 40.000“-Universum konnten wir zwar rund 30 Minuten anspielen, doch für ein aussagekräftiges Urteil reichte das noch nicht. Wir haben aber Blut geleckt! Kommende Woche reichen wir noch einige weitere „Gamescom“-Titel nach