PARIS
VANESSA PETER

Wie man Paris in nur drei Tagen besichtigt - Unsere Praktikantin erzählt

Paris ist eine Stadt, die mich schon immer fasziniert hat. Irgendwann sollte es für einen Kurztrip in die Stadt der Liebe, Literatur, der Lebensfreude und des feinen Essens gehen. Doch lange Zeit hat sich meine Familie nicht wohlgefühlt bei dem Gedanken, einen Kurzurlaub in Paris zu verbringen. Obwohl wir nicht zulassen wollen, dass die Anschläge von Terroristen uns vom Leben abhalten, lassen wir uns doch einschüchtern, denn wir haben Angst, dass es uns passiert.

In diesem Mai war es dann so weit, es sollte endlich nach Paris gehen. TGV und Hotel waren gebucht, und ich freute mich sehr, endlich die Stadt für Genießer zu besuchen. Doch dann kam die ernüchternde Nachricht, dass in Frankreich zahlreiche Züge ausfallen, denn aus Protest wurde gegen eine Bahnreform gestreikt.

Meine Familie erfuhr also erst zwei Tage davor, dass unser TGV doch fahren wird. Auf die Schnelle haben wir unseren dreitägigen Urlaub geplant, denn das hatten wir noch nicht getan, da unser Zug eigentlich nicht fahren sollte. An unserem Abreisetag war die Freude deshalb noch größer. In Paris angekommen wurden meine Sinne überflutet.

Montmartre & Arc de Triomphe

An unserem ersten Tag hatten wir uns dazu entschieden, Montmartre zu besuchen, mit dem Ziel, am Ende die Basilika Sacré-Coeur zu besichtigen. Wir begannen unseren Aufstieg beim Moulin Rouge, weiter vorbei am „Café des deux Moulins“, der aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ bekannt ist. Auf unserem Weg gingen wir auch an dem originellen Denkmal vorbei, das dem Schriftsteller Marcel Aymé gewidmet ist, bevor wir über den „Place du Tertre“, der nur so von Künstlern strotzt, zur Sacré-Coeur gingen. Die Basilika wird oft wegen ihrer Optik verspottet und doch ist sie eins der beliebtesten Ziele in Paris, das in unserem Urlaub nicht fehlen durfte. Von dort aus nahmen wir die große Freitreppe hinunter, von wo aus wir eine wunderschöne Sicht auf das Zentrum der Stadt hatten. Als nächstes zog es uns durch das Zentrum von Paris zum „Arc de Triomphe“.

Statt es wie viele andere Touristen zu machen und auf den Eiffelturm zu steigen, hatte ich mich dazu entschkossen, die 284 Stufen des „Arc de Triomphe“ hochzugehen. Denn von dort aus hat man eine ebenso schöne Aussicht, und man muss nicht ewig anstehen wie beim Eiffelturm. An meinem ersten Tag in Paris wurden meine Erwartungen an die Stadt weit übertroffen, und ich konnte es nicht erwarten, die nächsten zwei Tage dort zu verbringen und alles weitere zu besichtigen.

Louvre & Notre-Dame

Am nächsten Morgen ging es deshalb mit bereits im Internet gekauften Tickets für meine Eltern zum Louvre. Mein Bruder und ich hatten das Glück, gratis reinzukommen, das kann man bis man volljährig ist. Ich rate auch jedem, entweder früh morgens oder spät abends das Kunstmuseum zu besuchen. Natürlich reizte es uns am meisten, das weltberühmte Ölgemälde der Mona Lisa zu sehen. Doch wir sind nicht nur wegen dieses einen Werks gekommen, neben den Gemälden aus den verschiedenen Ländern haben wir uns auch die Skulpturen angesehen. Wir wollten eigentlich auch die ägyptischen Antiquitäten sehen, doch dieser Bereich war an diesem Tag gesperrt. Es ist also besser, sich im Voraus zu informieren, welcher Bereich geschlossen ist, nicht dass genau die Abteilung, die man unbedingt sehen will, an dem Tag nicht besichtigt werden kann. Draußen bei den Pyramiden des Louvre schossen wir wie alle anderen Touristen Fotos. Mittags zog es uns dann auf die „Île de la Cité“, auf der sich die Kathedrale „Notre Dame“ befindet. Die Besichtigung des gotischen Meisterwerks ist ein Muss, wenn man die französische Hauptstadt besucht. Danach ging es noch zu Fuß rüber auf die „Île Saint-Louis“, bevor wir weiter durch die Pariser Straßen an der „Opéra Garnier“ vorbeischlenderten. Wir sind sehr viel zu Fuß gegangen, doch wenn die Strecken uns zu lang waren, haben wir die „Métro“ genommen, die natürlich sehr praktisch ist. Einen Plan der „Métro“ mitzunehmen, rate ich jedem, denn es kann sehr leicht kompliziert werden, wenn man sich nicht mit dem „Métro“-System auskennt.

Eiffelturm & Bootstour

Der letzte Tag sollte mit dem bekanntesten Wahrzeichen von Paris enden, deshalb fuhren wir mit der „Métro“ in die Nähe des „Place du Trocadéro“, von dort aus ist die Aussicht auf den Eiffelturm am besten. Der Platz war gefüllt mit Menschen, die Fotos schossen und den Moment festhielten. Durch den Park „Jardins du Trocadéro“ hindurch kamen wir dem Eiffelturm immer näher. Nachdem wir über die Brücke durch eine Sicherheitskontrolle zum berühmten Turm konnten, war dies der perfekte Abschluss.

Um nicht wieder mit der „Métro“ zu fahren, nahmen wir anschließend das „Seine-Shuttle-Boot: Batobus“. An jeder der acht Haltestellen kann man von oder an Bord gehen. Danach war es leider auch schon an der Zeit, unsere Rückreise anzutreten und noch bevor wir Paris verließen vermisste ich die Stadt mit ihrem einzigartigen Flair bereits.

Weitere Infos unter www.parisinfo.com