LUXEMBURG
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Aufschlussreicher Jahresbericht der „Inspection générale de la sécurité sociale“

Wie aus dem gestern veröffentlichten Jahresbericht der „Inspection générale de la sécurité sociale“ (IGSS) hervorgeht, lagen die Einnahmen bei der Sozialversicherung im vergangenen Jahr bei 13,155 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Ausgaben lagen ihrerseits bei 11,664 Milliarden, was eine Steigerung von einem Prozent im Vergleich zu 2015 ausmacht. Damit schließt das Budget der Sozialversicherung im Aktivitätsjahr 2016 mit einem positiven Saldo von 1,491 Milliarden Euro ab, was 2,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts entspricht.

Renten als Hauptausgabe

Was nun die Leistungen anbelangt, so machten die Renten mit 39,5 Prozent den Großteil der Ausgaben bei der Sozialversicherung aus, gefolgt von den Ausgaben im Gesundheitswesen (24,6 Prozent), den Familienleistungen (15,4 Prozent), den Hilfeleistungen für pflegebedürftige oder behinderte Menschen, und den Ausgaben für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (5,8 Prozent). Die Ausgaben für den Bereich Wohnen und soziale Ausgrenzung machten indes 3,9 Prozent der Ausgaben aus.

In puncto Einnahmen trägt der Staat als öffentlicher Arbeitgeber zu 49,8 Prozent zur Finanzierung der Sozialversicherung bei, gefolgt von den Versicherten (23,3 Prozent), den Arbeitgebern aus dem Privatsektor (19,8 Prozent) und anderen Quellen (7,2 Prozent).

Insgesamt waren im Aktivitätsjahr 2016 813.124 Menschen krankenversichert, von denen 68 Prozent selbst versichert und 32 Prozent mitversichert waren. 66 Prozent dieser Versicherten wohnen in Luxemburg, und 34 Prozent wohnen im Ausland.

Mehr Krankmeldungen

Dem Jahresbericht ist des Weiteren zu entnehmen, dass die Zahl der Krankmeldungen im vergangenen Jahr wieder leicht angestiegen ist, und bei 3,73 Prozent lag (gegenüber 3,69 Prozent in 2015). 45 Prozent der Beschäftigten waren im Jahr 2016 indes überhaupt nicht krank gemeldet. Eine große Rolle spielt aber natürlich auch das Alter: Bei den über 50-Jährigen war die Abwesenheitsquote 1,6 mal höher als bei denen, die weniger als 30 Jahre alt sind, und bei den Frauen war die Quote (4,1 Prozent) höher als die der Männer (3,4 Prozent).

Je nach Wirtschaftszweig sind ebenfalls größere Unterschiede zu verzeichnen. Im Gesundheits- und Sozialwesen bleibt die Abwesenheitsquote auch im Aktivitätsjahr 2016 mit 4,8 Prozent am höchsten, gefolgt vom Hotel- und Gaststättengewerbe (ebenfalls 4,8 Prozent), dem Bau-, dem Industrie- und dem Transportsektor mit jeweils 4,3 Prozent sowie dem Handel (3,8 Prozent). Die wenigsten krankheitsbedingten Ausfälle waren im Informations- und Kommunikationsbereich zu verzeichnen, nämlich nur 2,2 Prozent.

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