LUXEMBURG
SVEN WOHL

Der Protest der Piloten bei Ryanair sorgt für Ausfälle

Kaum ist die Rede von einem Streik der Piloten bei Ryanair, gibt es Panik bei den Fluggästen. Denn Streiks bedeuten für die Kunden vor allem: Wartezeiten und Ausfälle. Dies kann auch auf Kunden aus Luxemburg zutreffen.

Das Europäische Verbraucherzentrum (CEC) klärt auf, welche Rechte Fluggäste haben, falls ihr Flug annulliert wurde: Sie haben zum einen das Recht, zum Endziel ihrer Reise befördert zu werden. Dies soll zu vergleichbaren Bedingungen und so früh wie möglich geschehen. Sie können sich auch das Flugticket erstatten lassen. Eine Betreuung in Form von Mahlzeiten, Getränke oder eventuell sogar einer Unterbringung in einem Hotel ist ebenfalls vorgesehen.

Bei einer Ausgleichszahlung sieht es da allerdings etwas komplizierter aus. Zwar stehen den Kunden eine Ausgleichszahlung zwischen 250 und 600 Euro zu. Doch um diese in Anspruch zu nehmen, dürfen die Kunden nicht zwei Wochen im voraus von der Annullierung informiert worden sein. Wenn besondere Umstände im Spiel sind, fallen sie ebenso aus.

„Nach wie vor scheiden sich wohl die Geister an der Frage, ob bei Pilotenstreiks die Ausgleichzahlung gezahlt werden muss. Wir sind der Meinung, dass die Verbraucher sie auf jeden Fall bei der Fluggesellschaft einfordern sollen. Jüngste Entwicklungen in der Rechtsprechung stärken nämlich die Rechte der Verbraucher, wenn es um die frage geht, ob ein Pilotenstreik einen außergewöhnlichen Umstand darstellt oder nicht“, erklärt dazu Karin Basenach, Direktorin des Europäischen Verbraucherzentrums Luxemburg in ihrer Mitteilung an die Presse.