LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

120 Millionen Euro für den Sport

Der erste Fünfjahresplan für den Sport umfasste (umgerechnet) 400.000 Euro; seitdem ging es - bis auf die Jahre 2008 bis 2012, wo der Finanzrahmen um 18 Prozent gekürzt wurde - finanziell gesehen immer nur bergauf. So investierte der Staat seit 1968 bislang 600 Millionen Euro in den Sport, was zusammen mit den Beiträgen der Kommunen insgesamt rund zwei Milliarden Euro ergeben dürfte, was wiederum der Schaffung von in etwa 8.000 Arbeitsplätzen entspreche, wie Sportminister Romain Schneider (LSAP) gestern bei der Vorstellung des nunmehr bereits elften Fünfjahresplanes unterstrich, der zuvor auch den Mitgliedern der zuständigen Parlamentskommission präsentiert wurde.

Wichtige Impulse

Der Fünfjahresplan für die Jahre 2018 bis 2022, der bereits im Juli vom Regierungsrat grünes Licht bekam, ist diesmal mit 120 Millionen Euro bestückt, was im Vergleich zum vorigen Fünfjahresplan einer Erhöhung von 20 Prozent entspricht. Mit diesem Plan werde der Sport noch stärker in den Mittelpunkt der Gesellschaft gestellt, freute sich Schneider, wobei der Bau von vielen Infrastrukturen jedoch ohne die Gemeinden als Partner wegfallen würde.

So werden mit den Fünfjahresplänen wichtige Impulse gesetzt, und dies auf allen Ebenen, sind im neuen Plan doch zum Beispiel auch 6,7 Millionen Euro vorgesehen, um in den Kindertagesstätten Bereiche zum Trainieren der Motorik einzurichten, so dass die Kinder von frühestem Alter an lernen, sich richtig zu bewegen.

Insgesamt umfasst der neue Fünfjahresplan 33 neue Projekte, darunter zwei Schwimmbäder im Osten des Landes (in Remich und Born), ein Schießstand in Brouch, ein Leichtathletikstadion in Differdingen sowie die zweite Finanztranche zum Bau des Fußball- und Rugby-Stadions, dessen Grundsteinlegung für den 18. September programmiert ist. Damit der elfte Fünfjahresplan am 1. Januar 2018 in Kraft treten kann, was Romain Schneider hofft, muss er in den kommenden Wochen von der Abgeordnetenkammer verabschiedet werden. Der Ressortminister zeigt sich aber optimistisch...