LUXEMBURG
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Halloween: Gruseln, aber mit Verstand - sonst kann es teuer werden

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November wird es wieder schaurig-schön: Denn dann ist Halloween und Scharen an Menschen ziehen verkleidet von Haus zu Haus und fordern „Süßes, sonst gibt’s Saures“. Damit jedoch am Morgen danach kein böses Erwachen droht, sollten auch beim Streichespielen gewisse Regeln eingehalten werden. Denn so mancher Scherz wird schnell zur Straftat.

Farbschmierereien sind keine Kavaliersdelikte

Laut Polizeibericht gingen die „Geisternächte“ in den vergangenen Jahren öfter mit „Sachbeschmutzungen und Vandalismus“ einher. So wurden Hausfassaden mit Eiern oder Kürbissen beworfen, Pflanzen aus Gärten gerissen und Fahrzeuge beschmiert oder beschädigt. Auch auf Friedhöfen trieben manche seltsame Spukgestalten ihr Unwesen, indem sie Grabstätten beschmutzten oder gar beschädigten.

Damit das Fest dieses Jahr friedlich vonstatten gehe, weist die Polizei darauf hin, dass es sich bei solchen „Streichen“ auch um Straftaten handelt. Müll im Vorgarten verteilen, die Hauswand mit Farbe beschmieren oder Autos zerkratzen: All das sind keine Kavaliersdelikte, sondern fallen auch in den Bereich der möglichen Sachbeschädigungen - und sie sind somit strafbar. Sachbeschmutzungen und -beschädigungen werden je nach dem mit einer Geldstrafe von 25 bis 5.000 Euro oder mit Gefängnis von acht Tagen bis drei Jahren bestraft. In jedem Fall bedeutet ein solcher Streich mindestens eine Geldstrafe, hinzu kommt natürlich die Schadenswiedergutmachung. Eltern sollten sich daher bewusst sein, dass sie bei missglückten Streichen ihrer Kinder haften können - entweder, weil sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben oder weil das Kind zu unreif ist. Am besten ist es daher, mit dem Kind vorab zu klären, was es darf und was es nicht darf.

Beim Maskieren verläuft die Grenze zwischen reinem Erschrecken und einem direkten Angriff nach Ansicht der Polizei und Juristen fließend. Sollte man sich bedroht fühlen oder gar Zeuge oder Opfer einer Straftat werden, sollte man sich nicht scheuen und den Notruf 113 wählen.