DEN HAAG
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Spanien: Schwerverbrecher „Igor, der Russe“ gestellt - drei Personen sterben

Am Abend des 14. Dezember stellte die spanische Guardia Civil einen gefährlichen und bewaffneten Flüchtigen, einen serbischen Staatsangehörigen mit dem Spitznamen „Igor, der Russe“ in der Provinz Teruel, Spanien. Wie Eurojust gestern mitteilte, kam es während der Festnahme zu einer Schießerei, bei der zwei Beamte der Guardia Civil und ein dritter spanischer Staatsbürger tragischerweise ums Leben kamen.

Der verhaftete Flüchtling wurde von den italienischen Behörden wegen zweifachen Mordes und anderer schwerer Verbrechen in Italien gesucht. Die Staatsanwaltschaft von Bologna, die die italienischen Ermittlungen der italienischen Carabinieri koordinierte, ersuchte die Justiz- und Strafverfolgungsbehörden Spaniens, Serbiens, Österreichs und Frankreichs, den Aufenthaltsort des Flüchtlings zu ermitteln und ihn festzunehmen. „Ihre fruchtbare Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung war entscheidend für die Festnahme am Donnerstag“, wie es offiziell hieß.

Insbesondere stellten die italienischen und spanischen Behörden eine enge Zusammenarbeit auf, um die Festnahme dieses gefährlichen Flüchtigen sicherzustellen. Die Zusammenarbeit wurde von Eurojust koordiniert und von der italienischen Zentraldirektion für Drogenbekämpfung (Direzione centrale per i Servizi antidroga - DCSA) unterstützt.

Im Rahmen dieser engen Zusammenarbeit haben die italienischen und die spanischen Behörden mehrere Rechtshilfeersuchen und operationelle Informationen ausgetauscht sowie technische und operative Tätigkeiten auf spanischem Hoheitsgebiet organisiert.