LUXEMBURG
BILL WIRTZ

15-jährige Elena Smirnova kommt mit neuer Begeisterung von Weltmeisterschaft zurück

Früh übt sich, doch auch wer etwas später anfängt, kann es trotzdem noch weit bringen. Für Elena Smirnova stimmt das auf jeden Fall: Die heute 15-Jährige fing vor vier Jahren mit dem Turnen an, weitaus später als die meisten in diesem Sport. Viele Turnerinnen, besonders die, die bei großen Wettbewerben teilnehmen, begannen den Sport bereits mit fünf Jahren.

Für Turnsport inspiriert wurde Elena, deren Familie aus Russland kommt, bei einem Besuch in deren Herkunftsland. Ihre Großmutter passte zu dieser Zeit auf ein junges Mädchen auf, das turnte. Elena und ihre Schwestern begeisterten sich für die Idee, sodass ihre Mutter sie in Luxemburg beim Club „Rythmo-Cats“ auf dem Limpertsberg einschrieb. Schnell stellte man dort fest, dass Elena ein Naturtalent ist, das mit Technik und Eleganz überzeugen kann.

Bei Weltmeisterschaft am Start

„Ich trainiere jeden Tag vier bis fünf Stunden“, sagt die junge Sportlerin. Nur sonntags sei Ruhetag. Für Turnerinnen sei das Training sehr wichtig, genauso wie auch die Ernährung. Um gelenkig und elegant auszusehen, müsse man sich ausgewogen ernähren, erzählt Elena.

Elena nimmt an nationalen und regionalen Turnieren teil, und liebt den Turnsport nach wie vor. Dieses Jahr schickte sie der luxemburgische Turnverband FlyGym zur Weltmeisterschaft in Pesaro, Italien. Mit Reifen- und Ballgymnastik erreichte Elena 9.350, respektive 8.650 Punkte. Am zweiten Tag trat Elena dann auch mit Kehle und Band an. Bei dieser WM landete sie insgesamt auf dem 87. Platz.

Schule geht zunächst vor

Im Vorfeld ihrer Teilnahme war man sich beim Verband noch uneinig darüber, ob die 15-Jährige in ihren Alter teilnehmen sollte. Dass man sich am Ende doch für sie entschied, bereut Elena nicht: „Bei der Weltmeisterschaft war alles professionell eingerichtet und so viel Platz zum Trainieren, es war richtig toll.“ Richtig aufgeregt wäre sie auf jeden Fall gewesen: „Ja klar, eine WM ist dann doch etwas ganz anderes als ein Turnier in Luxemburg.“ Besonders stolz machte sie, dass jüngere Teilnehmerinnen sie nach einem Autogramm fragten. Auf die Frage hin, welche Sportler sie als persönliche Vorbilder sehen würde, meint Elena: „Wahrscheinlich alle Russinnen.“

Elena ist derzeit noch Schülerin im Lycée Robert Schuman in Luxemburg-Stadt. Ob sie den Turnsport in Zukunft professionell weiterführen möchte, kann sie derzeit noch nicht sagen. Die Schule wolle sie auf jeden Fall in Luxemburg abschließen. Wo es dann hingeht, stehe noch in den Sternen. Ihre Freunde, ihre Familie und auch die Federation FlyGym würden sie auf jeden Fall bei ihrem Sport unterstützen. Besonders dankbar ist Elena für die Hilfe ihrer Trainerin Larisa Abrosimova. Elenas nächstes Turnier im Ausland findet bereits im November in Gent statt.


Mehr Informationen zum Turnsport findet man auf

der Webseite des Verbandes www.flgym.lu