CLAUDE KARGER

Der „Wort“-Rückspiegelmann traute seinen Ohren nicht: „Eine neue Teertrasse für viele weitere Automobile und schon kann die beim schwarzen Député-maire unbeliebte Regierung doch tatsächlich Sympathiepunkte sammeln“. Die Rede geht vom Misch aus Käerjeng, der sich am Dienstag „wie ein Honigkuchenpferd freute“ als die „Chamber“ breit für die Umgehungsstrasse stimmte. Die Abstimmung umgingen allerdings die beiden Sozis aus der Nachbargemeinde Sassenheim. Die „Contournement“-Gegner traten einfach kurz mal aus, statt Farbe zu bekennen. Aber künftig müssen Lokalfürsten ja keine solche Verrenkungen anzustellen, sollen sie doch aus dem Parlament verbannt werden. Fordert jedenfalls die CSV, die aber natürlich mit so vielen BürgermeisterInnen wie möglich in den Wahlkampf zieht. Wie war das nochmal mit dem guten Beispiel? Aber das mit Wahlversprechen ist bekanntlich so’n Ding. Während die CSV - die dem Wähler offenbar nicht zutraut, die volle Magnifizenz des angeblichen „Plang fir Lëtzebuerg“ zu schnallen - programmatisch noch auf der Umgehungsstrasse tuckert, gaben andere bereits mehr preis. Dem „T“-Leitartikler gefiel dabei besonders das DP-Vorhaben, die digitalen AssistentInnen in Sprachkurse zu schicken. „Alexa muss Ketty heißen und Luxemburgisch lernen...“, meint der Autor. Sicher kommt das Ding auch in einer Metti-Version. Mit oder ohne „Wichsbiischt“.