LUXEMBURG
PIERRE WELTER

26-Jähriger soll Bushäuschen in Grevenmacher demoliert haben

In jeder Stadt kommt es hin und wieder zu Beschädigungen und Zerstörungen: Verbeulte Verkehrsschilder, Graffiti auf öffentlichen Gebäuden und Bushaltestellen, beschmierte Wände, eingeschlagene Fensterscheiben, zerkratzte Autos - die Liste der Vorfälle von Sachbeschädigung kann da recht lang sein.

Am Mittwoch musste sich ein 26-Jähriger vor dem Bezirksgericht Luxemburg verantworten - zum wiederholten Male wegen Sachbeschädigung. Die Zerstörungswut war grenzenlos: Aus bloßer Langeweile und aus Frust soll der arbeitslose Thomas H. im April 2016 die gesamte Verglasung an zwei Buswartehäuschen im Moselstädtchen Grevenmacher zertrümmert haben. Die völlig demolierten Bushäuschen mussten erneuert werden. Der Schaden war groß. Die Bewohner der Stadt waren verärgert - auch, weil das alles zu Lasten des Steuerzahlers ging.

Die Stadt erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Die Polizei tappte lange im Dunkeln. Doch schließlich konnte der mutmaßliche Täter dingfest gemacht werden. Doch der 26-jährige Thomas H. bestritt am Mittwoch vor Gericht die Tat. Weil ein Zeuge nicht erschienen war, vertagte das Gericht die Verhandlung auf den 26. April 2018.

Bekannt ist der Angeklagte wegen seiner früheren Taten allemal. Zweimal wurde der Angeklagte wegen diverser Delikte zu Sozialstunden verurteilt. Doch dem Angeklagten wurde am Mittwoch noch eine andere Tat zur Last gelegt.

Auch versuchte Einbrüche angeklagt

Eigentlich sollte auch sein Komplize David S. (26) mit ihm zusammen vor der Strafkammer stehen. Die Luxemburger Staatsanwaltschaft hatte zwei versuchte Einbrüche angeklagt, für die das Duo verantwortlich sein soll. Doch S. glänzte durch Abwesenheit. Ende Juni 2016 sollen beide zweimal versucht haben, einen Geldautomaten in der Nähe der Esso-Tankstelle in Grevenmacher aufzubrechen. Beide wurden beim zweiten Mal von der alarmierten Polizei in unmittelbarer Nähe des Tatorts festgenommen. Vor Gericht hat H. den Einbruch gestanden.

Der Anklagevertreter will den geständigen Mann dafür sechs Monate ins Gefängnis stecken. Zusätzlich soll der Beschuldigte eine Geldstrafe zahlen. Sein Komplize soll drei Monate ins Gefängnis.

Pierre welter


Das Urteil fällt am 14. März