LUXEMBURG/MAINZ
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Bei Trockenheit und Wärme fühlt sich der Borkenkäfer wohl - Große Schäden in der Großregion

Trockenheit und Sommerhitze haben dazu geführt, dass in den rheinland-pfälzischen und saarländischen Wäldern mehr Bäume von Borkenkäfern befallen sind als sonst. Das Ausmaß der Schäden habe sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren überall in Rheinland-Pfalz spürbar erhöht, erklärte das Umwelt- und Forstministerium in Mainz. Von einer dramatischen Entwicklung sprach das Umweltministerium des Saarlands.

Besonders betroffen sind Fichten, die vom Buchdrucker (Ips typographus) befallen werden, der ebenfalls zur Unterfamilie der Borkenkäfer gehört. Für die Eiablage bohrt der Käfer Gänge in Rinde und Holz. Der Borkenkäfer habe schon jetzt verbreitet eine dritte Generation in diesem Jahr angelegt, sagte eine Sprecherin des Ministeriums in Mainz - „das ist vergleichsweise sehr früh“. Die weitere Entwicklung werde erheblich vom Witterungsverlauf abhängig sein, da die Entwicklung der Borkenkäfer entscheidend von Wärme und Trockenheit begünstigt werde.

Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit seien ein wesentlicher Stressfaktor für die Bäume und machten sie extrem anfällig gegenüber Schädlingen, erklärte eine Sprecherin des saarländischen Umweltministeriums. Im Staatswald des Saarlandes sei der Anteil der besonders stark betroffenen Fichten in den vergangenen Jahren allerdings kontinuierlich zurückgegangen, von ehemals 25 Prozent auf jetzt noch zwölf Prozent. Auch in Rheinland-Pfalz bemüht sich die Forstverwaltung schon lange, den Fichtenanteil zu reduzieren; auf inzwischen 19,5 Prozent.

Wie sieht die Situation in Luxemburg aus?

Auf Nachfrage bei der Natur- und Forstverwaltung hin heißt es, dass im Augenblick das Ausmaß der Schäden durch Borkenkäfer an Fichten nicht schlimmer sei als in anderen Jahren. Fichten mit Borkenkäferbefall gebe es eigentlich in sehr vielen Beständen. Die Trockenheit und Wärme der letzten Wochen hätten allerdings dazu geführt, dass die Entwicklung der Borkenkäfer begünstigt wird. „Bei anhaltender Trockenheit und Wärme kann sich eine dritte Generation Borkenkäfer entwickeln, dies zeigt sich dann im September/Oktober durch einen hohen Anteil an befallenen Fichten“, wie es von der „Administration de la nature et des forêts“ heißt. In den nächsten Wochen wären Niederschläge demnach von Vorteil, nicht nur für die Fichtenbestände, sondern auch für die Natur insgesamt, so die Natur- und Forstverwaltung gegenüber dem „Journal“.