LUXEMBOURGCHRISTIAN SPIELMANN

„Schatzritter - An d’Geheimnis vum Melusina“ auf DVD

Im Juli startete Laura Schroeders erster abendfüllender Spielfilm „Schatzritter - An d’Geheimnis vum Melusina“ in den luxemburgischen Kinos. Der Abenteuerfilm für Jung und Alt, eine deutsch-luxemburgische Co-Produktion, die von Bernard Michaux (Lucil Film) mitproduziert wurde, war für heimische Verhältnisse ein achtbarer Erfolg mit über 10.000 Zuschauern.

Als Basis dient die Sage aus dem 12. Jahrhundert um die Wasser-Fee Melusina. Sie soll mit dem Grafen Siegfried verheiratet gewesen sein, der 963 die Stadt Luxemburg gründete. Sie äußerte bei ihrer Heirat den Wunsch, jeden Samstag in Ruhe gelassen zu werden, und Siegfried sollte nie versuchen herausfinden, was sie an diesem Tag macht. Jahrelang klappte diese Abmachung, aber die Neugier war zu groß. Siegfried entdeckte, dass sie einen Fischschwanz hatte. Melusina bemerkte den spionierenden Ehemann und verschwand für immer und ewig in der Alzette.

Vier Freunde knacken den Code

Jeff (Anton Glas) muss mit ansehen, wie ein mysteriöser Mann seine Mutter (Vicky Krieps) tötet. Doch nicht einmal sein Vater Michael (Luc Feit) glaubt ihm diese Geschichte. Seine Mutter Marie war zeitlebens auf den Spuren von Melusina, die alle sieben Jahre auftaucht. Wer ihren Schatz findet, wird Melusina erlösen. Sieben Jahre sind in der Zwischenzeit vergangen, und Jeff wird von der Vergangenheit eingeholt. Sein Vater leitet einen Campingplatz, dort wo er jedes Jahr seinen besten Freund Leo (Thierry Koob) und dessen Schwester Julia (Lana Welter) trifft. Ein neuer junger Gast, Killer (Tun Schon), schließt sich den drei an. Beim Spielen auf den nahen Burg entdecken sie einen geheimen Gang. Befindet sich hier Melusinas Schatz? Auf dem Camping verbringt die Archäologin Melanie (Alexandra Neldel) ebenfalls ihre Ferien. Sie ähnelt Melusina, wie diese auf einer alten Zeichnung abgebildet ist. Ein schwarz gekleideter Mann, der Duc de Barry (Clemens Schick) taucht auf und mischt sich in die Jagd nach dem Schatz ein.

Unkomplizierte Abenteuergeschichte

In erster Linie ist „Schatzritter“ ein spannendes unkompliziertes Abenteuer, eine Art „Da Vinci Code“ für Jugendliche, den man sich mit der ganzen Familie gönnen kann. Technisch gesehen gibt es ein paar Holprigkeiten im Schnitt und in der Szenenfolge. Die Dramatik wurde bei einigen Szenen überspitzt, was aber eher die Erwachsenen stören wird, als die Kinder.

Als Bonus-Material findet man lediglich ein 30-minütiges Making-Of mit dem Kinder-Casting, Interviews mit dem Produzenten, der Regisseurin, den jungen und erwachsenen Schauspielern und mit Blicken hinter die Kulissenauf der DVD. Zusätzlich kann man zwischen französischen und englischen Untertiteln wählen.