PASCAL STEINWACHS

Da hat sich der „Wort“-Direktor für religiöse und kirchliche Angelegenheiten, Dompropst Georges Hellinghausen, mit seinem vorvorgestrigen Leitartikel aber mal wieder selbst übertroffen. Vortrefflicher als er hätten auch wir unsere Gefühle gegenüber Heiligabend und dem ganzen Dings schwerlich ausdrücken können, aber mit dem Propheten Jesaja als Stichwortgeber hatte der Erzbistumszeitungsdirektor ja auch eine gehörige Steilvorlage.

Dieser brachte die Sache nämlich schon vor 2.750 Jahren recht visionär auf den Punkt, waren der Weihnachtsmann und das Jesuskind doch da noch nicht einmal geboren: „Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein... Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange. Man tut nichts Böses mehr...“

Man darf jetzt schon gespannt sein, was sich der Mann zu Neujahr einfallen lässt. Zum Autofestival, dem nächsten Höhepunkt im großherzoglichen Kalender, kann er sich jedenfalls auf den Propheten Ezechiel berufen, denn der sah Räder, die „sahen aus, als seien sie aus Chrysolith gemacht“. Und „ihre Felgen waren so hoch, dass ich erschrak“. Respekt...