LUXEMBURG

Straußfeier beim „Mouvement écologique“ in Luxemburg-Pfaffenthal

Im Jahr 1985 wurde der „Mouvement écologique“ (Méco) erstmals bei der Gemeinde Luxemburg vorstellig, um in dem Gebäude der ehemaligen „Maison de l’Europe“ in Pfaffenthal ein kleines Informationszentrum einzurichten.

Der damalige Schöffe Léon Bollendorf war auf Anhieb einverstanden, und so konnte sich das Zentrum des Méco in Pfaffenthal zu einem Begegnungsort für Vereine, Journalisten, Politiker, Fachleute und Bürger mausern, die sich für Umweltanliegen interessieren. Die Beziehungen zwischen den Bürgern der Oberstadt, also „ denen da oben“, wie sich MECO-Mitbegründer Théid Faber äußerte, blieben ausgezeichnet, während „die hier unten“ sich über Jahrzehnte bemühten Umweltaspekte in alle politischen Debatten einfließen zu lassen.

Mit den Jahren erwiesen sich die alten Räume als zu eng und veraltet. Aus diesen Gründen einigten sich die Stadt Luxemburg und die Regierung auf den Bau eines neuen ökologischen Zentrums, nahezu am alten Standort, das den modernen Ansprüchen gerecht werden soll sich durch eine umweltfreundliche und energiesparende Bauweise ausweist. Die Straußfeier fand gestern im Beisein von Minister Marco Schank, Bürgermeister Xavier Bettel und mehrerer Schöffen und Gemeinderäten statt, in ausgezeichneter Laune und gemeinsam mit den Bauarbeitern, die beim Abriss des alten Gebäudes und beim Bau des neuen Gebäudes mithelfen.

Modernen Ansprüchen gerecht werden

Auf 1.347 Quadratmetern soll jetzt hier ein Dokumentationszentrum, Archive, Versammlungsräume, Büros, ein Restaurant, eine Küche entstehen, dies auf vier Ebenen, von denen zwei im Untergeschoss liegen. Die Zusammenarbeit mit der Regierung sei sehr positiv verlaufen, so Xavier Bettel, der darauf hinwies, dass die Gemeinde 10% und der Staat 90% der Kosten trage. Bautenschöffin Simone Beissel wies darauf hin, dass in diesem Bau sehr viel Holz und Glas verarbeitet wurde, dass die Fenster eine vielfache Verglasung aufweisen und dass aus diesen Gründen sehr sparsam mit Energie umgegangen werde. Hochmoderne umweltfreundliche Technik wird beim Bau eingesetzt; so wird im Sommer warmes Wasser durch Solarkollektoren gewonnen.

Ein Kompetenzzentrum in Sachen Umweltschutz

Das neue Zentrum des Méco in Pfaffenthal versteht sich als Sitz von Nichtregierungsorganisationen, die im Umweltbereich tätig sind. Den Mitarbeiten des Méco und des Oekozenters sollen gute Arbeitsbedingungen geboten werden. Hier soll ein Kompetenzzentrum entstehen, sowie ein Begegnungsort für freiwillige Helfer und Interessierte Bürger. Auch Vereine sollen hier unterkommen, wie das „Klima-Bündnis Luxemburg“ oder die „Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ“. Ein Dokumentationszentrum und eine Mediathek sollen einem interessierten Publikum zur Verfügung stehen, dies in einem ökologisch beispielhaften Bau, der im Bereich Energiesparen optimiert wurde LJ