LUXEMBURG
SOPHIA SCHÜLKE

„Fédération Luxembourgeoise de Darts“ braucht mehr Platz für Turniere

Man muss mental gut drauf sein und wenn man körperlich nicht fit ist, hält man stundelange Spiele nicht aus“, beschreibt Servais Stemper, Präsident der „Fédération Luxembourgeoise de Darts“ (FLD) seinen Lieblingssport. Und Pressesprecher Serge Hempel erklärt: „Es ist der fairste Sport, den es gibt, denn hier kann ein Untrainierter gegen einen Marathonläufer gewinnen“. Die FLD kann von einem gewissen Boom des Dartsports der vergangenen Jahre profitieren und hat in diesem Jahr 263 aktive Lizenzen, Tendenz steigend, wie es heißt. In die erste Saison ging die FLD 1984/1985, allerdings hatte man sich schon zwei Jahre vorher als wilde Liga zusammengetan.

Die 18 Vereine der FLD stellen insgesamt 29 Teams in der Meisterschaft. Die Vereinsmeisterschaft wird immer samstags in 18 Spieltagen ausgespielt. Insgesamt sind mit Nationaldivision, Ehrendivision und „Éischt Divisioun“ drei Divisionen verzeichnet. Nach der Hinrunde steht momentan der „DC Brooklyn Zoo“ aus Hellingen an der Tabellenspitze, wobei die Rückrunde am 17. Februar beginnt. Die Einzelmeisterschaft wiederum wird in sieben Ranglistenturnieren ausgespielt, wer am Ende die meisten Punkte erspielt hat, wird Landesmeister im Einzel. Aktueller Meister ist Tom Burquel vom „Brooklyn Zoo“, bei den Damen ist Sony Klein vorne. Tom Becker und Tom Burquel gewannen 2017 die „Polen Open“ im Doppel, in Rumänien wurde Tom Burquel Fünfter der Gesamtwertung 2017. Bei Wettkämpfen und Meisterschaften wird übrigens die Variante 501 gespielt: Beide Spieler werfen drei Pfeile auf die Scheibe, wobei die erzielten Punkte von 501 abgezogen werden. Gewonnen hat, wer zuerst auf genau null Punkte kommt.

Sport soll attraktiver werden

„Den Boom vom Darts möchten wir auch ausnutzen, daher haben wir die Ranglisten attraktiver gemacht, indem wir die Ranglisten in Sporthallen oder ‚Centre culturels‘ abhalten“, erklärt FLD-Pressesprecher Hempel. In Kneipen werden nur noch einige Nationalligen abgehalten. Was man sich beim FLD wünscht, wäre eine Halle zum Spielen. „Wir brauchen eine Halle, denn wir haben Turniere, zu denen an die hundert Spieler kommen“, erklärt Stemper. In den Kulturzentren sei nicht immer ausreichend Platz. Die größte Veranstaltung findet mit dem „Luxembourg Darts Open“ in der Coque auf Kirchberg statt, dort wird vom 27. bis zum 29. Juli die Weltelite des Darts antreten. Im Vorjahr haben sich 450 Spieler für das Turnier eingeschrieben. Für die Fans ist der Eintritt übrigens frei.

Die nächste Rangliste wiederum wird am 3. März im „Centre Culturel“ in Nospelt ausgetragen. Wer da spontan zeigen will, was er oder sie kann, kann einfach so mitspielen, denn es braucht keine Lizenz, um teilnehmen zu dürfen.


Neben der FLD gibt es im Großherzogtum noch die „Luxembourg Darts League“, „Elektronik Darts Federatioun Lëtzebuerg“ (E.D.F.L.), und „Lëtzebuerger électronique Darts Fédération“ (L.E.D.F.). Weitere Informationen unter www.fld.lu, www.luxdartsleague.com, www.edfl.lu und www.ledf.clubs.lu