BELVAL
CLAUDE KARGER

Sozialarbeit betrifft uns in allen Lebenslagen - 6. Praxis- und Kontakttag an der Uni

Ob in den Bereichen Kindheit, Jugend und Familien, Gesundheit, Beschäftigung, Inklusion, Alter, Pflege, Chancengleichheit, Flüchtlingsbetreuung oder Resozialisierung: „Sozialarbeiter“ werden überall händeringend gesucht. Wobei es unter den Mitarbeitern des breit gefassten Sektors, in dem sich öffentliche und private Akteure tummeln, Gemeinden, Stiftungen, Vereinigungen ohne Gewinnzweck und andere Gesellschaftsformen natürlich eine Vielzahl an spezialisierten Berufsprofilen gibt. Um diese angehenden Studenten vorzustellen, aber sie auch mit bereits Aktiven im Sozialbereich zusammenzubringen und einen Austausch untereinander zu ermöglichen, veranstaltet die Uni-Fakultät für Sprachwissenschaften und Literatur, Geisteswissenschaften, Kunst und Erziehungswissenschaften bereits seit 2013 immer im Oktober einen „Praxis- und Kontakttag“. Rund 500 Teilnehmer konnten Vizerektor Romain Martin und Petra Böwen, Hauptdozentin, Verantwortliche des berufsbegleitenden „Bachelor in Sozial- und Erziehungswissenschaften“ und Ko-Verwantwortliche des akademischen BSSE gestern zur 6. Ausgabe der Verantstaltung begrüssen, die auch von der „Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte“ unterstützt wurde.

Deren Präsident Pierre Bley verwies auf die bedeutende Dynamik im Sektor. Wie eine Studie von 2010 ermittelte, sind allein rund 7.000 Vereinigungen dort unterwegs, von denen die Hälfte weniger als 20 Jahre alt sei. Und mehr als die Hälfte der Vereinigungen seien auch Arbeitgeber. Aber was brauchenAkteure der Sozialarbeit, um gute Arbeit leisten zu können? Diese Frage stand im Mittelpunkt des gestrigen Tages. Schliesslich gehe es in den besonders stark von zwischenmenschlichen Beziehungen betroffenen Berufen - „die allerschönsten der Welt“ - um weit mehr als um Lohn und Geld. „Nur wenn alle Akteure der Sozialarbeit zusammen arbeiten, schaffen sie auch eine gute Arbeit“, befand die Expertin. Sara Steinmetz war es vorbehalten, Begriffsbestimmung und Ausdehnung des Bereichs Soziale Arbeit aufzuzeigen. Ein Bereich, der weiterhin ein weites Forschungsfeld bleibt.

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