PASCAL

Was Haushaltslöcher doch so alles anrichten können. Da mutieren sogar beinharte Bayern-München-Fans wie LSAP-Fraktionsbudgetberichterstatterchef Lucien Lux auf ihre alten Tage zu wahrhaftigen Poetphilosophen, wie dieser in einem gestrigen Interview mit der Erzbistumszeitung deutlich machte, als er sich selbst als „Wanderer zwischen den Welten“ bezeichnete: Der arg naiven Fundiwelt der Gewerkschaften (die vor langer langer Zeit ja einmal das eigentliche Gehirn der Sozengenossen bildeten) und der verdammt brutalen Realowelt der Politikgestalter, die Verantwortung übernehmen, „mit dem Ziel, den Sozialstaat zu bewahren“. Dabei treibt sich der Ex-Gewerkschaftsmann schon seit Jahren ausschließlich auf der Realoseite herum - das Ganze natürlich nur wegen der Bewahrung des Sozialstaats.

Das gilt zweifellos auch für unseren Premierchef, der zwar - man mag es kaum glauben - nicht als Premierchef geboren wurde, sich trotzdem aber immer schon für Politik interessierte, wie die dpa gestern zu berichten wusste. So habe sich Juncker schon als Kind für Politik interessiert: „Mein Vater hat mich angehalten, so ab sieben, acht (Jahren) Zeitung zu lesen“. Das dürfte einiges erklären...