LUXEMBURG
PATRICK WELTER

„Sécurité routière“ und „HORESCA“ präsentieren den „Wine bag“ und den „Ethyloborne“

Einpacken bitte“, sagt der Luxemburger eher ungern, wenn er im Restaurant noch etwas übrig hat. Vielleicht ändert sich die Sache, wenn es um eine gute Flasche Wein geht, die er nur zu einem Teil getrunken hat und den Rest des guten Tropfens, bei aller Rücksichtnahme auf seinen Führerschein, nicht dem Koch für die nächste Soße überlassen will. Dafür gibt es nun den „Wine bag“, eigentlich nur eine normale Flaschentasche aus Papier, damit man den guten Weißen oder Roten aus dem Restaurant mit nach Hause nehmen kann. Die Idee des „Wine bag“ ist nicht ganz neu, vor über zehn Jahren wurde eine ähnliche Kampagne durch Moselwinzer initiiert, damals schon in Zusammenarbeit mit „Sécurité routière.“ Auch da ging es darum, den Genuss einer guten Flasche Wein in der Gastronomie einerseits, und das Einhalten der Alkoholgrenzwerte hinterm Steuer andererseits, miteinander in Einklang zu bringen.

Neuauflage einer guten Idee

Bei der Neuauflage des Projekts ist die „Sécurité routière“ wieder mit da, Partner sind der Hotel und Gaststättenverband „HORESCA“ und der Mineralbrunnen „Sources Rosport.“ Alkohol gehört immer noch zu den gefährlichsten Faktoren im Straßenverkehr. Alkoholisierte Fahrer sind für zwanzig Prozent der Unfälle mit schwer Verletzten und 17 Prozent der tödlichen Autounfälle verantwortlich - Zahlen aus dem Jahr 2017. Im selben Jahr wurden 1.517 Führerscheine wegen hohem Alkoholwert direkt von der Polizei entzogen. Mit dem „Wine bag“ wollen die drei Partner die Verantwortung für ein verkehrssicheres Verhalten auf mehrere Schultern verteilen. Da ist zunächst der Gast, der sich bewusst ist, dass die ganze Flasche etwas zu viel wäre, um sich nach dem Essen wieder ans Steuer zu setzen, und dann ist da der Wirt oder die Wirtin, die das Problem erkennen und ihren Gästen, den Wein per „Wine bag“ zum Mitnehmen anbieten.

Die Restaurants können die Weintaschen übrigens für eine Kostenbeteiligung von einem Euro bei der „Sécurité routière“ bestellen. Für einen ganz anderen Weg der Alkohol-Prävention steht der „Ethyloborne,“ ein Atemlufttester, der in Cafés, Discos und Restaurants installiert wird.

Zur Sicherheit: Einmal pusten, bitte!

Die Frage nach Fahrtüchtigkeit kann dann mit etwas „Pusten“ ganz objektiv geklärt werden. Oft genug täuscht die subjektive Einschätzung - mit fatalen Ursachen. Zahlreiche gastronomische Betriebe, die sich der Verkehrssicherheit verpflichtet fühlen, haben sich solche Alkoholtester bereits beschafft. Und viele Autofahrer nach dem kleinen Puster ein Taxi bestellt. Denn eines ist klar: Saufen und Autofahren vertragen sich einfach nicht.

www.securite-routiere.lu