LUXEMBURG
CB

Immobilienpreise legen über ein Jahr um 4,9 Prozent zu

Im dritten Trimester des vergangenen Jahres sind die Immobilienpreise über ein Jahr gesehen um 4,9 Prozent gestiegen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für bereits gebaute Wohnungen lag damit bei rund 5.000 Euro/m², bei im Bau befindlichen Appartements, wo mit 6,1 Prozent der deutlichste Preissprung festzustellen war, sogar bei 6.316 Euro. Das geht aus den jüngsten vom Statec und dem „Observatoire de l’Habitat“ veröffentlichten Zahlen hervor. Für ein Einfamilienhaus sind indes im Durchschnitt 649.425 Euro fällig.

Hinter den Durchschnittswerten verbergen sich die Extreme. Bei Wohnungen gilt: Je näher zur Hauptstadt und je geringer die Wohnfläche, umso höher fällt auch der Quadratmeterpreis aus. In den elf Gemeinden des Kantons Luxemburg etwa schlagen Bestandswohnungen mit 6.583 Euro/m² zu Buche. Zwischen Rodingen und Frisingen beziehungsweise Rümelingen und Leudelingen pendelt sich der Durchschnittspreis bei rund 4.400 Euro/m² ein. Im Norden des Landes fällt er auf rund 3.400 Euro. Für neu gebaute Wohnungen muss man im Durchschnitt einen Preisaufschlag zwischen 25 und 30 Prozent mitberechnen. Geht es nach der jüngsten Veröffentlichung, sind vor allem Wohnungen mit Vorbesitzer gefragt. Im Beobachtungszeitraum wuchs die Anzahl der Transaktionen um zwölf Prozent, wo es bei Neubauten keinen Zuwachs zu verzeichnen gab.

Häuserpreise legen um 4,1 Prozent zu

Bei den Häuserpreisen reicht die Preisspanne auf nationaler Ebene von durchschnittlichen rund 970.000 Euro im Kanton Luxemburg bis zu 467.000 Euro, also etwa die Hälfte im Norden. Die Preise haben hier innerhalb eines Jahres (Stand: drittes Trimester 2017) für bereits existierende Wohnhäuser um 4,1 Prozent zugelegt.

Seit etwa drei Jahren sind auch Daten verfügbar, die Aufschluss über den Wert einer Garage oder eines Kellers geben. Ursprünglich bezogen die Statistiken von Statec und „Observatoire de l’Habitat“ diese nämlich nicht ein. Sie machen aber einen nicht unerheblichen Teil des Preises aus. Außerdem können die neu gewonnen Daten helfen, Wohnungen vergleichbarer zu machen. So wird etwa eine Garage oder ein Stellplatz im Haus in der Hauptstadt des Landes auf 77.500 Euro geschätzt. Im Kanton Esch ist ein solcher noch etwa 52.700 Euro wert, im Osten 40.600, im Raum Capellen/Mersch 35.100 und im Norden 25.100 Euro. Im landesweiten Durchschnitt macht die bequeme Parkmöglichkeit für das Auto damit 42.000 Euro des Verkaufspreises der Wohnung aus. Die Veröffentlichung weist allerdings darauf hin, dass die Preise beispielsweise auch innerhalb der Stadt Luxemburg stark variieren können. Zwischen Neubauten und Bestandswohnungen gibt es indes keinen statistisch nennenswerten Unterschied. Die impliziten Preise für Garagen, Stellplätze und Keller sind in den vergangenen Jahren nur leicht gestiegen mit Werten zwischen 0,8 und 2,7 Prozent pro Jahr. Im Kanton Esch betrug die Steigerung indes fünf Prozent jährlich.

10.000 Euro für einen Keller

Einen reservierten Außenparkplatz beziffern die Experten übrigens mit 18.000 Euro. Der implizite Preis für einen Keller wird auf 10.000 Euro geschätzt. Zieht man den Wert von Garagen und Kellern von den Wohnungspreisen ab, ergibt sich landesweit eine Differenz von zwölf Prozent.

Das reduziert den oben angegebenen Quadratmeterpreis von 4.950 Euro für eine Bestandswohnung auf etwa 4.360 Euro für die Wohnung an sich. Die zum ersten Mal im Oktober 2015 veröffentlichten verfeinerten Preise (also ohne Annexen wie Garage oder Keller) werden im Trimestertakt aktualisiert und sind auf der Webseite des „Observatoire“ einsehbar.


Mehr Informationen unter observatoire.liser.lu