LUXEMBURG
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Polizei Luxemburg: So kommt man sicher durch den Winter

Der Wetterumschwung vom goldenen Herbst zu Regen, Nebel, Frost, Eis und dem ersten Schnee birgt einige Gefahren im Straßenverkehr. Darauf weist die „Police Lëtzebuerg“ hin. Spätestens mit der Umstellung auf die Winterzeit hat auch die sogenannte „dunkle Jahreszeit“ begonnen.

Bei Dunkelheit und schlechtem Wetter muss man sich auf schwierigere Verkehrs- und Sichtverhältnisse einstellen. Straßenbeleuchtung, entgegenkommende Fahrzeuge oder auch Werbung am Fahrbahnrand können Autofahrerinnen und Autofahrer blenden und ihre Sicht beeinträchtigen.

Aktiv und passiv sichtbar sein

Auch eine defekte Beleuchtung am Fahrzeug trägt zur Verschlechterung der eigenen Wahrnehmung bei, heißt es von den Ordnungshütern. Besonders gefährdet durch diese Effekte sind regelmäßig die schwächeren Verkehrsteilnehmer, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs sind. Diese können durch ihr Verhalten und auffällige Kleidung entscheidend dazu beitragen, die eigene Sicherheit zu erhöhen und das Unfallrisiko zu senken.

Die Polizei empfiehlt, nicht nur allein mit heller, sichtbarer Kleidung unterwegs zu sein. Erst wenn reflektierende Komponenten hinzukommen, sei sichergestellt, dass andere Verkehrsteilnehmer auf Personen, die zu Fuß oder mit Fahrrädern unterwegs sind, aufmerksam werden. Reflektoren an der Kleidung, reflektierende Anhänger oder Leuchtbänder tragen dazu bei, in schwierigen Verkehrssituationen früher gesehen zu werden. Das gelte besonders für Kinder oder Seniorinnen und Senioren.

Nur mit ordentlichen Reifen

Auch erinnert die Polizei jetzt an die „Winterreifenpflicht“. Seit dem 1. Oktober 2012 ist in Luxemburg das Führen eines Fahrzeugs auf öffentlichen Verkehrswegen bei winterlichen Straßenverhältnissen (Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte) nur mit Winterreifen (M + S, M. S., M & S) auf allen Rädern des Fahrzeugs gestattet. In einigen Fällen sind die Reifen neben dem oben genannten Kürzel zusätzlich mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) versehen. Es sei angemerkt, dass diese Bestimmungen für alle Fahrer gelten, unabhängig davon, in welchem Land das geführte Fahrzeug zugelassen ist, also auch für Grenzgänger und den Transitverkehr. Verstöße gegen diese Vorschriften werden mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung in Höhe von 74 Euro bestraft, schreibt die Polizei. Wer Reifen mit einer unzulässig geringen Profiltiefe verwendet, muss gar mit 145 Euro und dem Verlust von zwei Punkten rechnen.

Zudem müssen alle Scheinwerfer, Blinker und Rückleuchten von Schnee und Eis befreit werden. Das gilt auch für Motorhaube, Autodach, Kennzeichen und Kofferraum des Fahrzeugs. Ist das nicht der Fall, können Bußgelder verhängt werden. Beim gerne freigeräumten „Guckloch“ beträgt das Bußgeld immerhin 74 Euro, wie die Polizei auf Nachfrage hin bestätigt.