LUXEMBURG
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Vorsicht vor Kettenbriefen! BeeSecure klärt über Sommerlochthema auf

Weiterleiten, wenn du nicht von einem Geist besucht werden willst!“ Ein gruselig wirkendes Foto und absurde Drohungen: Damit geht derzeit eine Kettenbrief-Masche im Messenger Whatsapp auf Nutzerfang. Wer die Nachricht eines Whatsapp-Kontakts namens „Momo“ nicht weiterleitet, dem sollen angeblich schlimme Dinge widerfahren, heißt es - von körperlicher Verstümmelung bis hin zum Tod. Andere verbreitete Gerüchte warnen davor, besagten Kontakt zu speichern oder anzuschreiben. Tatsächlich ist die Sache aber wohl ein Sommerlochthema, wie das Faktencheckportal „mimikama.at“ ermittelt hat. Wer solche Nachrichten zu oder von einer angeblichen „Momo“ erhält, sollte sie am besten sofort löschen und nicht weiterleiten.

Chatten mit „Momo“? Keine Antwort

Zwar gebe es einzelne Berichte über angebliche Kontaktaufnahme durch „Momo“, zum Beispiel aus dem spanischsprachigen Raum. Auf Kontaktaufnahmen von „mimikama.at“ habe aber keiner der angeblichen „Momo“-Kontakte reagiert. Dass sich das Thema aktuell so verbreitet, liege wohl eher an Trittbrettfahrern, wie es heißt. Auch einzelne Youtuber gehen mit teils reißerischen Videos zu dem Thema auf Klickfang.

BeeSecure rät ebenfalls grundsätzlich dazu, solche und andere Kettenbriefe, die beispielsweise über Whatsapp verschickt werden, zu löschen - sich aber mit Kindern, wenn sie denn betroffen sind, zu unterhalten. „Es gibt dabei verschiedene Arten von Kettenbriefen, die auch auf unserer Homepage genauer beschrieben sind“, sagt Debora Plein von BeeSecure. So warnen viele vor vermeintlichen Gefahren wie Geistern, Viren oder Gebühren für die Nutzung des Services, andere schüren Hass oder verbreiten Gerüchte. Kettenbriefe seien deshalb nicht zu unterschätzen, da sie besonders auf Kinder oft einschüchternd oder gar verängstigend wirken, führt Plein in Bezug auf die sogenannten „Hoaxes“ aus. Auch wenn die Ängste, die in Kettenbriefen geschürt werden – nicht beliebt sein, Geister, der Tod eines nahen Menschen, lebenslanges Pech – irrational sind, so sind die Sorgen und Ängste der Kinder durchaus real. „Mit Kindern sollte daher gesprochen werden - und auch, was eine unbedachte Weiterleitung bei Freunden an Ängsten auslösen könnte“, sagt Plein. Die Ängste ihrer Kinder sollte Eltern dabei zwar ernst nehmen, ihnen aber auch erklären, dass nichts Schlimmes passiert, wenn man einen Kettenbrief oder eine Ketten-Whatsapp-Nachricht nicht weiterschickt.

Es gibt schon Reaktionen

Die „Momo“-Thematik sei auch in Luxemburg bereits bekannt, daher wolle BeeSecure noch einmal auf dieses Phänomen der Kettenbriefe genauer eingehen. „Hierzu werden wir noch einmal Hinweise aufarbeiten und präsentieren.“

BeeSecure gebe hier generelle Hinweise, wie mit solchen Nachrichten umzugehen sei, habe doch auch bereits WhatsApp darauf reagiert, wie Plein ausführt. „Mittlerweile sieht man bei einer Nachricht ja, die auf dem eigenen Handy eingeht, durch einen entsprechenden Icon in Form eines Pfeils und dem Hinweis ‚Weitergeleitet‘, wie diese Nachricht verschick wurde.“ Eine Folge von Vorkommnissen wie eben „Momo“.

Weitere hilfreiche Informationen gibt es auf bee-secure.lu und mimikama.at