LUXEMBURG
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Unentdeckt kann Bluthochdruck tödlich sein

Wir sind alle betroffen“, meint Gesundheitsministerin Lydia Mutsch anlässlich des heute begangenen internationalen Tages des Bluthochdrucks und richtet einen dringenden Appell an die Bevölkerung sich testen zu lassen. Besorgniserregend dürfte auch die Tatsache sein, dass in Luxemburg eine von zwei Personen nicht weiß, dass sie einen zu hohen Blutdruck hat.

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge ist Bluthochdruck weltweit die erste vermeidbare Ursache von Herzkreislauferkrankungen und Schlaganfällen. Unentdeckt kann Bluthochdruck tödlich sein, denn er greift lebenswichtige Organe wie Herz, Gehirn oder Nieren an. Eine Änderung der Lebens- und Essgewohnheiten trägt zur Minderung von Bluthochdruck bei. Sollte dies nicht möglich sein, ist eine lebenslange medizinische Behandlung unumgänglich.

In Luxemburg leiden 30 Prozent der Erwachsenenan Bluthochdruck

In Luxemburg, wie Gesundheitsministerin Lydia Mutsch in einer Pressemittelung zum internationalen Tag des Bluthochdrucks festhält, „leiden etwa 30 Prozent der Erwachsenen an Bluthochdruck“. Damit liegt das Großherzogtum der Ministerin zufolge in einer Spitzenposition in Europa. Die meisten der Betroffenen wissen nicht einmal, dass sie unter der „schleichenden Krankheit“ Bluthochdruck leiden, befürchtet die Ministerin.

Zwischen 1975 und 2015 hat sich in Luxemburg die Zahl der Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, verdoppelt. Bei den über 60-Jährigen sind zwei Drittel der Einheimischen von Bluthochdruck betroffen.

Zwei Drittel der über 60-Jährigen von Bluthochdruck betroffen

Übergewicht, Tabak und Alkohol sowie der überhöhte Genuss von Salz und Zucker können zu Bluthochdruck beitragen. Deshalb empfiehlt die Gesundheitsministerin eine gesunde Lebensweise, die dazu beiträgt, den Bluthochdruck zu senken.

Auch eine moderate körperliche Betätigung wird angeraten.

Sollten diese Änderungen der Lebens- und Essgewohnheiten nicht ausreichen, um den Bluthochdruck zu senken, ist eine medizinische Behandlung unabdingbar.

Man sollte seinen Blutdruck regelmäßig testen lassen, wird von Gesundheitsministerium geraten. Wer beim Aufstehen Kopfschmerzen im Bereich des Nackens verspürt, sollte einen Arzt aufsuchen. Dies empfiehlt sich auch für alle, die bei einer leichten Anstrengung bereits außer Atem sind.


Unter www.sante.lu finden Interessierte eine Informationsschrift

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