VILLERUPT
CHRISTIAN SPIELMANN

Präsentation des Themas des 41. Festivals von Villerupt

Wie gewohnt wird am Anfang des Sommers das Thema und das Plakat des kommenden Festivals des italienischen Films in Villerupt vorgestellt. Oreste Sacchelli, Antoine Compagnone und Bernard Reiss empfingen Freunde und Sponsoren des Festivals, verschiedene Politiker und selbstverständlich die Presse, im Hochzeitsaal der Gemeinde von Villerupt. Seit Mitte November 2017 hatten sich viele nicht mehr gesehen, und ehe die Pressekonferenz losging, wurde über vergangene Zeiten geplaudert. Die 41. Ausgabe des Festivals startet am 26. Oktober und dauert bis zum 11. November.

Filme aus Norditalien

Das Hauptthema des Festivals ist die Emilia-Romagna im Norden Italiens. Die Hauptstadt des Gebiets ist Bologna, eine Stadt mit einer bewegten Vergangenheit, die viele italienischen Regisseure inspirierte. Bologna verfügt ebenfalls über eine Kinemathek, mit der die Verantwortlichen des Festivals von Villerupt eng zusammenarbeiten. Regisseure wie unter anderem Michelangelo Antonioni, Federico Fellini, Pier Paolo Pasolini, Bernardo Bertolucci oder Liliana Cavani haben in der Emilia-Romagna gedreht. Ihre Filme werden in der Retrospektive zu sehen sein. Die bekannteste Filmfigur aus der Gegend ist zweifellos Don Camillo. An zweiter Stelle natürlich sein Gegenspieler, der kommunistische Bürgermeister Don Peppone.

Eine „Carte blanche“ wurde dem italienischen Filmkritiker und Schriftsteller Gianni Canova zugestanden. Er hat sich die Filme von Federico Fellini herausgesucht. Welche Filme genau zu sehen sein werden, sowohl in der Retrospektive, wie im Wettbewerb oder in der Selektion „Panorama“, ist noch nicht bekannt.

Das Plakat und der Jurypräsident

All die Jahre zuvor war es der lothringische Zeichner Baru, der das Plakat entwarf. Weil aber die italienische Artistin Alessandra Carloni letztes Jahr im Rahmen des Urban-Art-Programms in Villerupt ein Bild auf eine Fassade malte, welches das ausgesuchte Thema genau umreißt, bat man sie das Plakat zu erschaffen, mit eben als Basis ihr Wandgemälde.

In den letzten Jahren bemühte man sich stets darum, die Jury ohne Italiener zu besetzen, um eine gewisse Neutralität zu bewahren. Der 41. Ausgabe des Festivals wird der französische Regisseur Jean-Pierre Améris vorsitzen. Mit „Les Émotifs anonymes“ und „L’Homme qui rit“ wurde er auch in Luxemburg bekannt. Ansonsten hat sich nichts an der Organisation geändert. Wie immer wird das Festival seine Ausläufer in Luxemburg, Düdelingen und Esch/Alzette haben. Nach Ende der Pressekonferenz wurde traditionsgemäß ein Essen serviert, das wiederum dem Austausch der Erinnerungen diente.