LUXEMBURG
KIM GREIS

„Yo-Kai Watch“: Nach drei Jahren auch in Europa

Lange hat es gedauert, aber nun hat Yo-Kai Watch nach fast drei Jahren den Weg nach Europa gefunden. Das Rollenspiel wurde vom Entwickler Level-5 entwickelt, der unter anderem auch für Professor Layton oder Ni No Kuni verantwortlich war. Das Spiel wird oft mit Pokémon verglichen. Ob die Ähnlichkeiten zwischen beiden Spielreihen tatsächlich so groß sind, wird im Laufe dieses Reviews geklärt.

Auf der Suche nach Käfern in Wald findet der Hauptcharakter einen merkwürdig aussehenden Kapselautomaten. Er erhält eine Kapsel, aus die der Yo-Kai Whisper schlüpft, der ihm eine Yo-Kai Watch schenkt. Das ist eine Armbanduhr, mit der man Yo-Kai sichtbar machen kann. Yo-Kai sind meist tierähnliche Wesen, die jedoch nicht von Menschen gesehen werden können. Das hält manche Yo-Kai jedoch nicht davon ab, Menschen Streiche zu spielen, ohne dass die wissen, wie ihnen geschieht. Die Aufgabe des Protagonisten ist es nun, den Mitmenschen im Alltag zu helfen und die neckischen Yo-Kai davon zu überzeugen, die Menschen in Frieden zu lassen.

Einfaches Gameplay

Yo-Kai Watch ist eher für Kinder und Jugendliche ausgelegt. Dementsprechend ist das Spielprinzip recht simpel. Um die bösen Yo-Kai zu bekämpfen, braucht man zunächst selbst einige Yo-Kai, die sich einem freiwillig anschließen, nachdem man ihnen entweder einen Gefallen getan hat oder sie im Kampf überzeugt hat. Yo-Kai können Erfahrungspunkte sammeln und sich sogar weiterentwickeln. Das Kampfsystem ist sehr simpel, die Yo-Kai kämpfen, ohne dass man ihnen Befehle gibt. Der Spieler kann jedoch Spezialattacken starten und auswählen, welcher Gegner angegriffen werden soll. Neben der Hauptstory gibt es zahlreiche weitere Aufgaben, die erledigt werden können. Da einem die Karte nicht viel dabei hilft, muss man sich immer im Klaren sein, wo man grade hingehen muss. Die Karte ist darüber hinaus kleiner als bei vergleichbaren Videospielen, jedoch werden nach und nach mehr Gebiete zugänglich.

Die Grafik erinnert an andere Spiele des Entwicklers und holt das Mögliche aus dem 3DS raus. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den liebevoll gestalteten Yo-Kai, die gerade etwas jüngere Spieler ansprechen sollen. Das Spiel ist auf Deutsch synchronisiert, was man hauptsächlich im Kampf und in den Cutscenes merkt.

Voller Erfolg in Japan

Der Vergleich mit Pokémon ist keinesfalls abwegig, auch wenn das „Gameplay“ lediglich Ähnlichkeiten aufweist. Viel erstaunlicher ist, dass es zu dem Spiel, zumindest in Japan, sehr viel Merchandise gibt. Die ständige Präsenz von Yo-Kai Watch in Japan, unter anderem durch „Spin-offs“, eine Mangareihe und eine Animeserie bedingt, war wohl maßgeblich für den Erfolg verantwortlich. Eine ähnliche Vorgehensweise konnte man bei Pokémon feststellen. Yo-Kai Watch ist für Nintendo 3DS erschienen und kann für etwa 40 Euro im elektronischen Fachhandel gekauft werden.

Ein Releasedatum für den zweiten Teil in Europa wurde noch nicht bekannt gegeben. Jedoch dürfte man gespannt darauf sein, da die Kritiken am ersten Teil beherzigt worden sind.