BRÜSSEL
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Zehntausende Menschen haben in Brüssel gegen die Sozial- und Wirtschaftspolitik der belgischen Mitte-rechts-Regierung protestiert. Dem Marsch durch das Zentrum der Hauptstadt schlossen sich am Dienstag die wichtigsten Gewerkschaften des Landes an. Sie sind gegen Schritte, mit denen Arbeitgeber die Flexibilität ihrer Mitarbeiter erhöhen wollen. Außerdem lehnen sie den geplanten späteren Rentenbeginn und eine Reduzierung von Löhnen bei härteren Bedingungen ab.

Nach Angaben der Gewerkschaften kostet die Wirtschaftspolitik von Ministerpräsident Charles Michel der vergangenen zwei Jahre eine durchschnittliche Familie rund 100 Euro im Monat. Das Versprechen vieler zusätzlicher Arbeitsplätze sei trügerisch, kritisieren sie. Die Regierung sollte stattdessen gegen Steuerhinterziehung vorgehen, fordern sie.

Auch gewaltätige Demonstranten waren dabei. Foto: AP - Lëtzebuerger Journal
Auch gewaltätige Demonstranten waren dabei. Foto: AP