LUXEMBURG
JEFF KARIER

Wie sich die verschiedenen Leuchtmittel bei der Wiederverwertung unterscheiden

Beim Thema Leuchtmittel geht es vorrangig um deren Energieeffizienz, aber das Thema Entsorgung und somit auch Wiederverwertung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ecotrel asbl als verantwortlicher Organismus, der Produzenten und Handel repräsentiert, bedient sich hier der Fachkompetenz der „SuperDrecksKëscht“. „Halogenlampen wie auch Glühlampen enthalten viele Materialien, die einen Wert haben und somit nicht in die Restmülltonne gehören“, erklärt Frank Fellens von der „SuperDrecksKëscht“. Das sind etwa Glas sowie Metalle wie Kupfer. In Energiespar- und Leuchtstofflampen sind aber zusätzlich geringe Mengen Quecksilber, was einer entsprechenden Entsorgung bedarf.

Die verschiedenen Leuchtmittel unterscheiden sich auch in deren Anteil an wiederverwertbaren Stoffen. „So können 96 Prozent einer Leuchtstofflampe wiederverwertet werden. Es ist also ein fast perfekter Kreislauf.“ Die restlichen vier Prozent landen auf einer Deponie. Bei Energiesparlampen sind es rund 85 Prozent, die für neue Produkte verwendet werden können. 3,6 Prozent werden zur thermischen Energiegewinnung verwendet und 10,65 Prozent kommen auf eine Deponie. Mit dem Instrument „Produktpotenzial“ können diese Werte genau ermittelt werden.

Die so gesammelten Stoffe können dann wieder in die Produktion von neuen Lampen einfließen, wie etwa das Glas von Leuchtstofflampen. Diese Stoffe können aber auch bei anderen Produkten Verwendung finden. „So kann Glas von Halogenlampen etwas zur Beschichtung von Drehrohröfen verwendet werden“, erklärt der Experte.

Suche nach Lösung

Bei LED-Lampen ist die Situation noch etwas anders. Auch hier stecken viele wertvolle Stoffe wie Edelmetalle in den Leuchtmitteln. Doch: „Für die Wiederverwertung von LEDs haben wir noch keine Recyclinganlage gefunden, mit der wir zufrieden sind. Daher lagern wir die von uns eingesammelten LED-Lampen zwischen, bis wir eine Lösung gefunden haben“, führt Fellens aus. Er ist sich aber sicher, dass in naher Zukunft eine Lösung gefunden wird, um die Stoffe entsprechend recyceln zu können. Die Zwischenlagerung  stelle dabei noch kein Problem dar, denn der Rücklauf an LED-Lampen sei verhältnismäßig gering.

Das ist darauf zurückzuführen, dass LED-Lampen eine Lebensdauer von rund 20 Jahren oder sogar noch mehr haben. Fellens spricht hier je nach Hersteller und Modell von 50.000 bis 100.000 Betriebsstunden. Zum Vergleich: Halogenlampen müssen in der Regel nach ein bis zwei Jahren ausgetauscht werden. Energiesparlampen halten fünf bis zehn Jahre. Entsprechend rentieren sich LED-Lampen durch ihre hohe Lebensdauer, auch wenn sie etwas teurer sind als andere Leuchtmittel. Und sie enthalten keine gefährlichen Stoffe. Fellens geht davon aus, dass sich LEDs immer weiter durchsetzen und auch die Energiesparlampen in den nächsten zehn Jahren verschwunden sein werden.

Wer seine Leuchtmittel entsorgen will, der kann das an mehreren Stellen tun. Entweder direkt bei der „SuperDrecksKëscht“, wenn diese mit ihren mobilen Sammelstellen unterwegs sind. Eine weitere Möglichkeit sind die Recyclingzentren des Landes, die mit der „SuperDrecksKëscht“ zusammenarbeiten. Aber auch in verschiedenen Geschäften wie Baumärkten kann man immer öfter seine Leuchtmittel abgeben. Man leistet so seinen persönlichen Beitrag zur vielzitierten „Circular Economy“.

Weitere Informationen rund um Leuchtmittel und deren richtige Entsorgung unter www.sdk.lu